Motionless In White ließen Rosen regnen

Um 18:30 öffneten sich die Tore der Markthalle in Hamburg. Eine halbe Stunde später als geplant, aber Niemand schien sich großartig an der Verspätung zu stören und ca. 800 Fans der Metalcore Band Motionless in White fanden sich nach und nach in der Konzerthalle ein. Eröffnet wurde das Konzert vom schwedischen Industrial-Metal Producer und Musiker Tim Sköld (Skold), dieser bereits auch schon für Motionless in White produzierte (Disguise) und lockerte die Stimmung mühelos auf.

Begleitet wurde der Sänger und Gitarrist von einem Keyboarder und Drummer Phantome ohne Namen. Im Internet ist nichts weiter über sie bekannt. Die Bühnenoutfits und Looks erinnern sehr an Marilyn Manson (den Skold bereits supportete) und den frühen japanischen Visual Kei. Ihre Bühnenperformance war gewöhnungsbedürftig für diejenigen, die es aus anderen Genres nicht kennen, aber zogen das Publikum in ihren Bann. Nachdem Konzert konnte man die Band noch am Merchandise auftreffen und sich mit ihnen austauschen. 

 

 

 

Anfangs holprig, dann aber voll dabei – Motionless in White

Motionless in White überraschten positiv und rissen die Fans sofort, mit ihrem ersten Song „Undead Ahead 2: The Tale of the Midnight Ride“ aus ihrem aktuellem Album Disguise, mit. Zwar gab es paar Soundprobleme bei den ersten Songs, aber auch diese legten sich wieder. Auch der Song Disguise selbst und einige weitere Songs aus dem Album wie „</c0de>“, „Headache“ und „Brand New Numb“, durften nicht fehlen. Die Stimmung war von Anfang an überwältigend. Immer wieder ließen sich Fans auf den Händen des Publikums bis zum Bühnengraben tragen und sangen lauthals die Verse mit. Mit ihrem Song „Necessary Evil“ gab es eine gewisse Wiedererkennung/Parallelen zu einem Song von Dave Steward & Barbara Gaskin aus dem Jahre 1981 „It’s my Party“ der in den UK auf Platz 1 war.

Auch ältere Songs fanden ihren Platz auf der Setlist, wie „Puppets“ aus ihrem Debüt Album Creatures, und „Devil’s Night“ aus ihrem zweiten Album Infamous. Frontmann Chris Cerulli und Bassist Justin Morrow konnten es sich auch nicht nehmen lassen, direkt vor die Absperrung zu springen und die Fans bei ihrer Performance mit einzubinden. Auch die kleine Anekdote, die Chris dem Publikum erzählte, trug positiv bei und machte die Band noch sympatischer. Als die Jungs vor 6-7 Jahren als Vorband von Asking Alexandria in der Markthalle spielten, so erzählte er; wurden sie gehasst. Und jetzt füllen sie die Markthalle als Headliner, was sehr beeindruckend ist und wofür sie sehr dankbar sind. Nach ungefähr 18 Songs verschwanden sie von der Bühne, wurden aber von den Zugabe-Rufen wieder zurückgelockt und performten ihren finalen Song: „Eternally Yours“. Chris verteilte dabei gelbe und rote Rosen an das Publikum und auch hier ließen es sich die Stage Diver nicht nehmen und versuchten nach vorne zu kommen, um ihnen Nahe sein zu können. Gut um 22:30 war das Konzert zu Ende. Motionless in White dürfen gerne wieder zu uns in den Norden kommen.


Setlist – Hamburg

Undead Ahead 2: The Tale of the Midnight Ride

Necessary Evil

Soft

Disguise

</c0de>

Brand New Numb

Catharsis

Voices

Headache

Rats

Sick from the Melt

Abigail

Puppets (The First Snow)

570

Broadcasting From Beyond the Grave: Death Inc.

Break the Cycle

Devil’s Night

Reincarnate

Encore:

Eternally Yours


Zur Gallerie:

Skold

Motionless in White

Geschrieben von: Nina Bogdahn & Jennifer Ehlers

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