
© Moonlight Haze
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Moonlight Haze
Album: Interstellar Madness (EP)
Genre: Symphonic Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 22.05.2026
Es ist gerade einmal ein Jahr her, dass uns die Symphonic Metaller MOONLIGHT HAZE mit ihrem Album „Beyond“ beglückt haben. Nun schieben die Italiener mit „Interstellar Madness“ eine sechs Stücke umfassende EP hinterher. Diese ist laut Promo als „eine Einladung zu einer Reise durch kosmische Landschaften und darüber hinaus, getrieben von einem Wirbelwind der Emotionen“ zu verstehen. „Wahnsinn ist hier als eine tiefere und überwältigende Erfahrung der Realität zu verstehen, die das Offensichtliche erforscht und hinter sich lässt, um verborgene Facetten des eigenen Selbst zu entdecken“.
Der Auftakt „Moonlight Legion“ ist weniger von Wahnsinn als von leicht verspielt wirkenden Melodien geprägt, der energiegeladene Track setzt sich schon beim ersten Hören in den Hirnwindungen fest und bietet genau das, was man von einem Symphonic Metal Act erwartet. „Lost In Moonlit Symphonies“ ist mit gerade einmal rund zweieinhalb Minuten Spieldauer alles andere als episch ausgefallen, dafür geht es im Vollspeed durch die eingangs beschworenen kosmischen Klanglandschaften, was die eine oder andere überraschende Wendung miteinschließt.
Bei den etwas dunkleren „We Are“ Rufen zu Beginn von „We Are Fire“ muss ich unweigerlich an „Lords Of Fyre“ von Lords Of The Lost / Feuerschwanz denken, aber der glasklare Gesang von Frontdame Chiara Tricarico vertreibt diesen Gedanken recht schnell. Abgesehen davon ist die Nummer eine mitreißende Hymne, die ich mit genauso gut von Bands wie Brothers Of Metal oder Warkings hätte vorstellen können.
MOONLIGHT HAZE scheinen gerne nach dem Motto „in der Kürze liegt die Würze“ zu komponieren, denn auch bei „Shine“ kommt der Sekundenzeiger auf keine drei Umrundungen. Auch dieser Song strotzt vor Energie, kommt allerdings nicht ganz an die Rasanz von „Lost In Moonlight Symphonies“ heran, erweist sich dafür aber als etwas zugänglicher. Der sechseinhalb minütige Titeltrack klingt wie eine soundgewaltige Operette, entsprechend opulent sind die Chöre sowie der symphonische Anteil ausgefallen. Auch Chiara Tricarico zeigt im Stil einer Opern-Diva ihr ganzes Können und der Song an sich fühlt sich dank verschiedener Wendungen wie eine klassische Komposition in mehreren Akten an. Das instrumentale, von Keyboards dominierte „Interstellar Madness: Finale“ beschließt dann das Album.
Unterm Strich ist „Interstellar Madness“ eine willkommene Verkürzung der Wartezeit auf den nächsten Longplayer und sollte auch für Neu-Entdecker der Band ein passender Einstieg sein.
Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- Moonlight Legion
- Lost In Moonlit Symphonies
- We Are Fire
- Shine
- Interstellar Madness
- Interstellar Madness: Finale
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