Midnight Rider – Limited Infinty

© Midnight Rider

 

Geschrieben von: Bernd Kröninger   
Band: Midnight Rider  
Album: Limited Infinty
Genre: Heavy Metal  
Plattenfirma: Massacre Records 
Veröffentlichung: 22.05.2026  

 

Koblenz ist 2004 die Geburtsstätte von „Midnight Rider“. Bis 2017 dauerte es, bis ihr Debut „Manifestation“ dem Markt zugänglich gemacht wurde. 2022 folgte „Beyond the Blood Red Horizon“. Und weitere vier Jahre ließen sie sich Zeit um ihr drittes Album „Limited Infinity“ zu veröffentlichen. Man sagt ja, was lange währt, wird auch gut. Also hören wir uns die Scheibe an, und lauschen dem, was Chris Black (voc), Blumi (g), Nik (b) und Hendrik (dr) zu bieten haben. Ich muß gestehen, dass ich bei „Midnight Rider“ sofort an Gregg Allman‘s Song denken musste. 

Ebenso kam beim Riff des Openers „Charlemagne“ die Assoziation zu „Montrose“ auf. Mit Elan, riffigen Gitarren einer sauberen Gesangsleistung lassen sie einiges an Erwartung aufkommen. Der Titeltrack „Limited Infinity“ verrät mit seinem Chor („aahahahahaa“) eine starke Anlehnung an die 70er Jahre („Uriah Heep“). Handgemachte Musik gibt`s in „The Renegade“. Der Song strahlt Begeisterung aus. Phänomenales Gitarrenspiel zieht alle Register, um Dich in den Bann zu ziehen.

„Generations“ sehe ich als einen Song an, der die Generationen verbindet. Nach dem Motto: was seinerzeit top war, ist auch 2026 noch aktuell. Dafür sorgt der creepy Sound der Gitarre („Black Sabbath“). Schöner Rhythmus Wechsel ist in „Twice the Pride – Double the Fall“ (2:30) und einem späteren Solo zu hören. Stimmlich höre ich John Lawton („Lucifer‘s Friend“) heraus. „The Battle of Brighton“ besticht durch einen galoppierenden Rhythmus aller Instrumente. 

„Blitzlight“ und „Dark Shadows“ überzeugen mit sehr eingängigen Melodien. Wobei letzterer textlich so etwas wie Mystik aufkommen lässt (..„dark shadows in the night“). Was diesen Song ebenfalls interessant macht, ist die langsame Ausblendung der Musik, wie wie es aus früheren Zeiten kennen. Die Abendlichter („Evenng Lights“) beenden das Album mit akustischen Gitarrenklängen. Ein gelungener kurzer, instrumentaler Rausschmeißer.  

Fazit: Eine „begrenzte Unendlichkeit“ klingt nach Philosophie. Ich glaube nicht, dass die Jungs hier unbedingt Hegel Vorschub leisten wollten. Eher höre ich den „Touch“ der 70er Jahre mit Einflüssen von „Judas Priest“ und / oder „Black Sabbath“ heraus. Somit haben sie den Zeitgeist dieser Ära eingefangen und mit ihrer eigenen Note „gewürzt“. 47 Minuten, die mit prägnantem, klangvollem Sound zu überzeugen wissen.
Enorm viele Soli, die ihren Reiz haben. Die fantastische Zeitreise verdient 8 von 10 Hellfire Punkten.

 

Tracklist:

01- Charlemagne
02- Limited Infinity
03- The Renegade
04- Generations
05- Twice the Pride – Double the Fall
06- The Battle of Brighton
07- Defenders of the Dormant Ones
08- Blitzlight
09- Dark Shadows
10- Evening Lights

 

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