Midjungards – Raven And Eagles

Geschrieben von: Tim Karow
Band: Midjungards
Album: Raven And Eagles
Genre: Thrash- / Heavy- / Viking Metal
Plattenfirma: Dark Rail Records
Veröffentlichung: 29.08.2025

 

Mit Raven And Eagles legen die Finnen Midjungards ihr neues Epos vor. Eine Saga, das sich thematisch zwischen nordischer Mythologie, iberischer Geschichte und heroischem Viking Metal bewegt. Wer Amon Amarth, Bathory oder Ensiferum mag, dürfte hier einige Parallelen entdecken, auch wenn Midjungards eine eher klassische Heavy-Metal-Kante einfließen lassen.

Das „Intro“ baut majestätisch auf, bevor „Ansis’s Wrath“ die volle Breitseite entfesselt. Donnernde Drums und Hymnische Riffs erwarten euch. Jedoch zieht sich dieser Track mit fast 8 Minuten und einem sehr monotonen Gesang sich sehr in die Länge. Mit „Ermesinda“ wird es erzählerischer, fast balladesk im Einstieg, bevor das Stück in epische Schlachtenhymnen übergeht.

„Teiws’s Sword“ und der Titeltrack „Raven And Eagles“ markieren die stärksten Momente der Platte. Es wird hymnischer Viking Metal mit heroischem Pathos geliefert, bei dem die Refrains so massiv wirken, dass man sie auf großen Festivalbühnen mitsingen möchte.

Düsterer wirkt „Roderick’s Revenge“, das fast schon an frühe Bathory erinnert, während „Hraudung“mit treibender Rhythmik und einem dunklen Groove Akzente setzt. „Cross And Hammer“ geht am ehesten in die Pagan-Metal-Richtung. Es wird typisch Rau und hart.

Mit „From Slaves To Kings“ fahren Midjungards hymnische Melancholie auf einen Song über Befreiung und Aufstieg, getragen von erhabenen Melodien. Der Abschlusstrack „Great King’s Farewell“ ist eine lange Nummer die das Album würdig beendet und den Heldenzyklus abschließt. Jedoch eröffnet und schließt das Album fast immer mit einem monotonen und für mich langweiligen Track.

„Raven And Eagles“ ist ein durchweg starkes Viking-Metal-Album, das den Spagat zwischen Epik und Härte gekonnt meistert. Auch wenn die Band an manchen Stellen noch etwas zu sehr in Monotonie verweilt und Überraschungsmomente fehlen, liefern Midjungards ein Werk, das live für mächtig Stimmung sorgen wird. Den Helsinkier Viking-Metaller gebe ich 7 von 10 Hellfire-Punkten.

 

Tracklist:

01 Intro
02 Ansis‘s Wrath
03 Ermesinda
04 Teiws‘s Sword
05 Raven And Eagles
06 Roderick‘s Revenge
07 Hraudung
08 Cross And Hammer
09 From Slaves To Kings
10 Great King‘s Farewell

 

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