
© Metalite
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Metalite
Album: Discovery
Genre: Melodic Power Metal
Plattenfirma: Reigning Phoenix Records
Veröffentlichung: 25.09.2026
Etwas mehr als zweieinhalb Jahre nach ihrem letzten Album „Expedition One“ kehren die schwedischen Melodic Metaller METALITE mit ihrem fünften Longplayer „Discovery“ zurück, welches die Geschichte seines Vorgängers fortsetzt. Konkret beschäftigt sich das Album mit menschlicher Evolution, Technologie, Überleben, Befreiung und Hoffnung in einem Universum zwischen digitalen Realitäten und kosmischer Erforschung.
Hatte ich auf der letzten Scheibe noch die ein wenig zu hoch geratene Anzahl an Tracks bemängelt, haben sich METALITE auf „Discovery“ auf erträgliche zwölf Stücke gesundgeschrumpft. Qualitativ hat dies jedoch keine negativen Auswirkungen. Bereits der Opener „Our Time Has Come“ reißt den Höher sofort mit seiner Energie mit, die süßlichen Keyboard Sequenzen sind obligatorisch und der Refrain ist erwartungsgemäß catchy as hell. Dieses Konzept wird selbstredend in gleicher Form bei „In Case Of Emergency“ fortgeführt, und warum solle man auch etwas ändern, wenn diese Formel so erfolgreich funktioniert, wobei das knackige Gitarren Solo keineswegs verschwiegen werden sollte.
„Into The Maze“ legt in den Strophen tempomäßig noch ne Schippe drauf, so dass mir unweigerlich deren Landsleute Amaranthe in den Sinn kommen, auch wenn hier keine männlichen Vocals zu verzeichnen sind. Nach dem nicht minder flotten „Cyberspace“ folgt mit „The Metal Elite“ ein Track, mit dem METALITE den Zusammenhalt und die unaufhaltsame Kraft des Metal selbst feiern und der meiner Vermutung nach ihren Fans gewidmet sein dürfte. Mit „Neon Rain“ folgt dann ein Song. der das Tempo ein klein wenig drosselt, ansonsten bleibt in Sachen packende Hooks alles beim Alten.
„Echoes Of You“ geht noch einen Schritt weiter und präsentiert sich als balladeskes Stück, das trotz heraufbeschworenen Emotionen alles andere als kitschig wirkt und bei Live-Auftritten für reichlich geschwungene Smartphones sorgen dürfte. „Starchild“ kehrt mit kraftvollen Keyboards zum Stil der ersten Album-Hälfte zurück, auch „Wings Of Fire“ bietet eine Fülle an Melodien, bekommt aber dank der stampfenden Drums in der zweiten Hälfte zumindest ansatzweise ein paar Ecken und Kanten verpasst.
„Captive In The Past“ läutet dann die Schlussphase des Albums ein, der Song gehört – trotz der Fülle an hervorragenden Stücken – zu den absoluten Highlights der Scheibe und schreit förmlich nach der Repeat Taste. Beim folgenden „Supremacy Of One“ ist man fast schon geneigt von „Business as usual“ zu sprechen, allerdings sorgen sowohl die elektronischen Sequenzen als auch der kurze Blastbeat Part für ein paar willkommene Farbtupfer. „Triforce“ beendet dann den Songreigen ebenso eingängig wie der begonnen hat.
Der oft zitierte Satz „Weniger ist mehr“ trifft hier voll ins Schwarze, METALITE haben die Anzahl der Songs zugunsten einer kompakteren Trackliste reduziert, was dem Hörvergnügen eher zuträglich ist. Fans melodischer Töne dürften hier bestens abgeholt werden.
Von mir gibt es 8,5 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- Our Time Has Come
- In Case Of Emergency
- Into The Maze
- Cyberspace
- The Metal Elite
- Neon Rain
- Echoes Of You
- Starchild
- Wings Of Fire
- Captive In The Past
- Supremacy Of One
- Triforce
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