Mass Deception – Resurrections

© Mass Deception

 

Geschrieben von Tim Braff
Band: Mass Deception
Album: Resurrections
Genre: Thrash Metal
Plattenfirma: Gruesome Records
Veröffentlichung: 25.7.2025

 

Die fünfköpfige Thrash Metal-Band aus den Niederlanden vervollständigen mit “Resurrections” ihre erste Album-Trilogie – und wie!

Ihr typischer Thrash-Sound wirkt wie ein Rückblick in die 80er, die Hochphase des Thrash Metals, bei welchem jeder Metalhead einfach nur headbangen möchte. Diesen Sound haben sie auf “Resurrections” beinahe perfektioniert. Der Gesang von John Klaus auf dem Album klingt optimal rau, wie man es bei Thrash erwartet, und die Gitarren (Waltmans und Bänziger) wechseln sich zwischen technischer Brillanz (vor allem in den Soli), starkem Groove und Moshpit-Charakter ab. Die Drums (Sanders) und der Bass (Van Den Beuken) bleiben dieser Linie treu und holen 100% aus dem Sound heraus.

Das Album startet direkt mit einem Schlag ins Gesicht, denn der Sound baut sich nicht auf, sondern startet direkt mit einem Kracher von Sound. Viele Songs verlaufen in diesem Konzept und funktionieren so auch als einzelne Songs optimal; jeder Song hat seine Momente.

Das Album lebt aber auch von Vielfalt – sowohl im Instrumental oder Konzept als auch thematisch und atmosphärisch – und nicht nur von guten Einzelsongs.

Im Instrumental hört man Einflüsse aus dem Industrial (z.B marschierende Drums) oder aus dem Djent. Manchmal sind die Songs aggressiv, manchmal melancholisch und manchmal wirken sie sogar wie eine Mischung aus Hymnik und Fatalismus. Thematisch bieten sie eine beachtliche Palette aus Dystopie, Utopie, Kirchen- und Herrschaftskritik, Rebellion und sogar existenzielle Fragen aus der Physik. Ihre Themen in den Songs regen zum Nachdenken und zum Überdenken an.

Insgesamt wirkt ihr Album wie ein Konzeptalbum: Es beinhaltet durchgehend kritische Themen, es gibt zur Atmosphäre beitragende Interludes und Instrumental-Songs und mit Voranschreiten des Albums merkt man, dass das Album als Gesamtwerk sogar die Songs einzeln übertrifft; es ist einfach schlichtweg ein stringentes, gut durchdachtes Album, welches nie Tiefphasen hat und sich mit einem Höhepunkt im letzten Song krönt.

Das gesamte Album ist eine wilde Thrash-Achterbahnfahrt, die in jedem Song, in jedem Solo, in jeder Gesangszeile und in allem drum herum den Hörer belohnt.

Fazit: Dieses Album sollte man sich definitiv anhören, wenn man Thrash Metal mag. “Resurrections” ist für mich ein idealer Stellvertreter dafür, wie neuer Thrash Metal aus 2025 klingen sollte – kompromisslos, stringent und energisch.

9,5 von 10 Hellfire-Punkten!

 

Tracklist:

01 Gain of Function
02 Selling Souls! Buying Lies!
03 Menticide
04 Metropolis
05 1984
06 The Road to Hell leads to Rome
07 Saturn
08 Ruins of Dominion
09 Blue Flame of Anger
10 Passenger of Time
11 V
12 Dark Matter
13 Druid Descendants
14 Reveel, Redeem _ Resurrect

 

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