Martyr – Dark Believer

© Martyr

 

Geschrieben von: Bernd Kröninger   
Band: Martyr 
Album: Dark Believer 
Genre: Power / Speed Metal 
Label: Rock of Angels Records (ROAR) 
Veröffentlichung: 15.08.2025

 

Ist das nun Glück, oder ist es Zufall? Aktuell liegt mir wieder ein Album aus den Niederlanden vor. Die aus Utrecht 1982 gegründete Band hatte ein relativ kurzes „Gastspiel“ in der Szene. 1989 löste sich die Band auf. 2005 reaktiviert, erschienen 2011 „Circle of8“, 2016 „You are next“, 2022 ihr fünftes Album „Planet Metalhead“. Es folgten drei Singles, die auf der aktuellen Scheibe vertreten sind. Rick Bouwman (g), Rop van Haren (voc), Elwin Molenaar (dr), Justin Schul (g) und Vinnie Wassink (b) liefern uns neun Tracks in knapp 45 Minuten. Was uns der dunkle Gläubige zu bieten hat, hören wir uns nun an.

Uiih, da dampft es gewaltig vor dem Morgengrauen. Die Dunkelheit lässt es mächtig hart angehen. „Darkness before Dawn“ brilliert durch energiegeldenes Gitarrenspiel, durch die harten Drums und die ausgezeichnete Voice von Rop. Was uns dann der Title Track beschert, ist schon unglaublich. Ballernde Drums, Riffs die unter die Haut gehen legen ohne Vorwarnung los. So wie es textlich heißt (..“toll the witches bell dark believer“…), so lassen die Jungs ihre Instrumente in „Dark Believer“ brennen. Mein Anspieltipp!

Wie ein Schlag ins Gesicht trifft Dich „Wrath of the Fallen“. Der Zorn des Titels wird instrumentell brutal umgesetzt. Schlägt sich in den horrenden Screams nieder. „Cemetry Symphony“ bedient in 7:03 Minuten alles,  was für einen überragenden Metalsong benötigt wird. Einen mystisch sakral anmutenden Beginn, hereinbrechende Gitarren, überfallartige Soli, geniale Riffs und dann die Voice von Rop. Fast so als wolle sie die „battle“ der Instrumente beschwichtigen. 

Bei dem Track „The Weight of Words“ läuft es einem ein eiskalter Schauer über den Rücken. Das ist aber nicht „Black Sabbath“? Nein, aber verdammt stark angelehnt. Sowohl stimmlich als auch instrumentell („Behind the wall of sleep“). Irgendwie hat der Song durch die Backing Vocals etwas Feierliches. „Harvest of Souls“ (Seelen Ernte) driftet in einigen Sequenzen in Richtung Black Metal ab. Begeistert mit einem stimmgewaltigen Chorus, der selbst die markerschütternden Gitarren übertönt.

Zum Schluss wird es richtig martialisch. „Legions of the Cross“ ist ein epischer Song. Kraftvolle Voice, ausgezeichnete Riffs, ein erstaunlicher Chor lassen Dich den Legionen des Kreuzes nah sein. 

Fazit: Diese Riffs reißen mit, faszinieren und sind unheimlich hart. Gewaltiger Metal aus den Niederlanden, der Steine zerschmettern kann. So wie Strudel kleine Sandbänke fluten, so flutet Dich diese Scheibe. 
8 von 10 Hellfire-Punkten.

 

Tracklist:

01-Darkness before Dawn 
02-Dark Believer
03-Wrath of the Fallen
04-Cemetery Symphony
05-Insidious metal
06-The Weight of Words
07-Venoms Scent
08-Harvest of Souls
09-Legions of the Cross

 

Mehr Infos:

Facebook
Homepage

 

Speichere in deinen Favoriten diesen Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.