Loudblast – Manifesto

© Loudblast – Manifesto

 

Geschrieben von Helgvar Sven Mánfreðson
Band: Loudblast
Album: Manifesto
Genre: Death Metal
Plattenfirma: Listenable Records
Veröffentlichung: 27. November 2020

 

1985 gegründet, veröffentlichten die Franzosen LOUDBLAST vor kurzem ihr achtes Studiowerk namens “Manifesto“, 31 Jahre nach ihrem Debüt “Sensorial Treatment“. Das Artwork gefällt mir richtig gut, genauso wie der Beginn des Album. Rezension zu ende! Nein, natürlich nicht, etwas tiefer tauche ich dann schon noch ein.

Ein deutscher Titelname scheint immer mal wieder für einige Bands sehr reizvoll zu sein, die nicht aus selbigem Lande stammen und so beginnt die musikalisch brutal und schön anmutende Reise mit “Todestrieb“. Der Song selbst fegt schon zu beginn alles nieder, sei es schnell rasant oder langsam schwer stampfend und auch “Relentless Horror” steht nicht im Abseits, in der Kürze liegt hier die Würze und trotz alledem wird mit kreativem nicht gegeizt, bis hin “unter Wasser” gesungenen Tönen.

Nachdem nun in den ersten beiden Songs eine gnadenlos eindrucksvolle Austeilung erfolgte, kommt mit “Erasing Reality” einer aus der Sparte: ich bin der erste längere Song und ich biete dir eine geballte Erweiterung des bisher gehörten! Oh ja, das tust du definitiv! Richtung -und Geschwindigkeitswechsel sind genauso an der Tagesordnung, wie eine ideenreiche Umsetzung und was ganz wichtig ist, es wird weiterhin zermalmt und zerquetscht, wenn auch “gediegener” in der Aggressivität.

Klopfend und basslastig und sich zunehmend steigernd, so empfängt mich “The Promethean Fire“. Genial finde ich die trommlerrischen Mittelteile (schaut im Video unten), die dem ganzen eine für mich schöne, bedrückende und dämonische Atmosphäre zaubern und dem Song die entsprechend zusätzliche Note verleihen (zumindest für mich), der im gesamten anders daherkommt als seine Vorgänger. “Preaching Spiritual Infirmity” überlässt anfänglich den Instrumenten ihre Bühne, so dass man sich einstimmen kann auf das Bleischwere und das Drückende, was im Großen und Ganzen kommt und folgt. Stimmlich wird hier wieder viel unterschiedliches geliefert und so ändert sich die Stimmung innerhalb des Songs.

Invoking to Justify” entführt mich in die balladesk traurigen Gefilde, aber bevor das geschriebene Wort hier getrocknet ist, wird es wieder rigoros rasend und eindrucksvoll. Puuh, hier werde ich hin und her geschüttelt und sanft auf dem Arm geschaukelt. Klasse! “Festering Pyre” ist anfänglich ein Nackenbrecher mit fetten Riffs und von mir aus hätten sie das von vorne bis hinten durchziehen können, aber man hört ja nicht auf mich – grins, daher wird nicht “stur” im Kreisverkehr gefahren, sondern auch mal eine Ausfahrt genutzt. Die letzten drei im Bunde “Into the Greatest of Unknowns“, “Solace in Hell” und “Infamy Be to You” bieten Vielfalt und Ideenreichtum par excellence in perfekt rigoroser Vollendung und unterschiedlichstem Tempo.

Fazit: Für MICH ein weiterer Anwärter auf das Album des Jahres 2020 im todesmetallischen Sektor!

Von mir gibt es 10 von 10 Hellfire-Punkten

 

Trackliste:

  1. Todestrieb 03:21
  2. Relentless Horror 02:17
  3. Erasing Reality 05:10
  4. The Promethean Fire 03:59
  5. Preaching Spiritual Infirmity 03:08
  6. Invoking to Justify 05:19
  7. Festering Pyre 03:04
  8. Into the Greatest of Unknowns 04:12
  9. Solace in Hell 05:03
  10. Infamy Be to You 06:32

 

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