
© Litania
Geschrieben von: Bernd Kröninger
Band: Litania
Album: Litania
Genre: Doom Metal
Plattenfirma: Heavy Psych Sounds / Subsounds Records
Veröffentlichung: 10.10.2025
Musik hat nie ein Ende. Das beweist die Band „Litania“. Die serbisch – italienische Doom Metalband bringt ihr gleichnamiges Debutalbum auf den Markt. Ein gewagtes Unterfangen der Musiker sich den mystisch hinduistischen Klängen als Basis für den Doom Metal hinzugeben. Enrico Baraldi (b), Marco Degli Esposti (g) und Elisa de Munari (voc, Sitari, Harmonium, Dilruba) sorgen mit ihrem Debut – zumindest bei mir – für Aufsehen.
Und dass es der Band ernst ist mit den mystisch, hinduistischen und schon rituellen Songs, zeigt der Opener „Manasi Devi“. Gewidmet der Schlangengöttin „Manasa“ schlängelt sich der Track musikalisch durch die Rille. Der tragende, langsame Rhythmus verkörpert die schlängelnden Bewegungen.
„Ghunghru“ fällt aus dem vorherigen religiös angehauchten Titel. Rockiger, mit harten riffigen Gitarren unterstützt von der sanften Voice von Elisa. Die Mystik des fernöstlichen spiegelt sich in der doomigen Klangwelt „Veil of illusion“ wieder. Was in dem Track verschleiert wird, werden soll, überspielt die „Sitar“. Der markante Klang erinnert an die klassische indische Musik. Fehlt nur noch das betörende Aroma der Räucherstäbchen.
Und man staune, es wird einem Edelstein „Jamuniya“ („Amythyst“) ein Song gewidmet. Vermutlich aber hat es hier einen esoterischen Background. Ebenso erklingen „Bound“ , „Shankara“ und „Fading light“.
Fazit: Doom Metal in ein atemberaubendes Gewand gesteckt. Beeindruckend das Verschmelzen diverser Instrumente wie Dilruba, Harmonium, Tanpura oder aucch Sitar. Hypnotisch entführt uns „Litania“ in eine Zwischenwelt, was bei den Freunden der Esoterik sicherlich großen Anklang finden wird.
Experimentell und deswegen auch etwas ausgefallen bewerte ich die Scheibe mit 7 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
01-Manasi Devi
02-Ghunghru
03-Veil of Illusion
04-Vighnaharta
05-Jamuniya
06-Bound
07-Shankara
08-Fading light
Mehr Infos:










Wieso es ein „gewagtes Unterfangen“ sein soll, dass „Musiker sich den mystisch hinduistischen Klängen als Basis für den Doom Metal hingeben“, dürfte dein Geheimnis bleiben.
Bereits die Beatles, die Lemmy nicht nur wegen ihres Songwriting für die bessere Band hielt im Vergleich zu den Stones, haben beispielsweise die Sitar als Instrument für ihre Musik genutzt.
Es ließen sich Beispiele zahlreich finden für Psychedelic Bands, die seitdem orientalische Instrumente in ihren Sound zu integriert wussten, auch im Metal Genre.
Dein Erstaunen hierüber, auch im Hinblick auf den Einfluss vedischer Textanleihen für die Lyrics, sagt mehr über dich und deine eigene geistige Beschränktheit aus, ich meine dies keineswegs so despektierlich wie es klingen mag, als über die Berechtigung und die Häufigkeit im Kontext von Doom Metal.
Überdies hat es weniger mit einem esoterischen Background zu tun, denn mit einem religiösen Einfluss von hinduistischen Gedankengut. Komisch nur, dass es Konsumenten wie dir weniger Unbehagen zu bereiten scheint, okkulte oder dümmlich satanisch angehauchte Texte zu akzeptieren.
Es heißt auch nicht wiederspiegeln, sondern widerspiegeln, dies noch als kleine lektorische Anmerkung zu deinem launigen Beitrag.