
© Limbonic Art – Opus Daemoniacal
Geschrieben von: Helgvar Sven Mánfreðson
Band: Limbonic Art
Album: Opus Daemoniacal
Genre: Symphonic Black Metal
Plattenfirma: Kyrck Productions & Armour
Veröffentlichung: 28.06.2024
Heute reise ich etwas über zwei Jahre zurück in der Zeit und lausche dem letzten veröffentlichten Studioalbum der norwegischen Ein-Mann-Besatzung aus dem Jahre 2024, dass zu jener Zeit „Opus Daemoniacal“ getauft wurde. Viele der Songs hier haben Überlänge, wenn man mal von normaler Länge spricht, aber was ist schon normal.
„Ad Astra et Abyssos“ eröffnet mit über 8 Minuten Länge und kommt düster klingend herein, bevor das Spielende und das Gesangliche in boshafter Reinform sich auf die schwarze und himmlische Reise begibt. Das Ganze trägt epischen Charakter, der Rhythmus ballert ohne große Unterbrechung, der Sound ist schneidend und verschiedenste stimmliche Geräusche und Töne vernehme ich immer wieder mal. Der Track hat sein Grundgerüst und größere Abbiegungen treten daher nicht in Erscheinung, aber dämonisch schwarz wird hier allemal alles wunderbar abgeholzt. „Deify Thy Master“ tritt 6-Saiter breitgefächert auf, der Gesang ist klanglich erhaben über allem stehend und boshaft, der Rhythmus im Ganzen schwer und teilweise schwebend im Klang. Ich vermute das hier und generell mit einem Drumcomputer gearbeitet wurde, denn Daemon (Vidar Jensen) zeigt sich für den Gesang, die Gitarre und das Keyboard verantwortlich. „Consigned to the Flames“ geht etwas schneller zu Werke als der Vorgänger und die Boshaftigkeit ist auch wieder mit dabei, aber generell zieht er sich ohne große Abbiegungen an seiner vorgegebenen Schnur entlang. Zum Ende hin geht man noch etwas anders und kurzzeitig zu Werke, was mir dann wieder ganz gut gefällt.
„Vir Triumphalis“ hat wieder das Schneidende im Sound und mit im Gepäck, man huldigt stimmlich lautstark und eindringlich mit Ave und anderem und mal wird ausgeteilt und mal wird es ruhiger. Gesanglich sind hier unterschiedliche Momente zu erleben und auch wenn es keine großen Richtungswechsel gibt, haut einem alles doch schon das Toupet nach hinten und wenn auch nur von vorne. „I Am Your Demon“ „trommelt“ sich kurz wie in „in League with Satan“ ein, aber das war eben nur kurz und danach erinnert nichts mehr daran. Frontal aggressiv geht es vorwärts, es wird ausgeteilt aber auch schwer spielerisch und dem Teufel wird in textlicher und unterschiedlich gesanglicher Form gehuldigt. Amen! „The Wrath of Storms“ entlädt Naturgeräusche und Glocken, mit dem bekannten Sound geht es energetisch vorwärts und man geht gesanglich etwas nach unten, was zu der erzeugten und hörenden Atmosphäre passt. Insgesamt werden hier ordentlich Wälder abgeholzt (zum Glück nur sinnbildlich durch mich geschrieben), dies ohne sich eine größere Pause zu gönnen und das bis zum gewitterlastigen Ende.
Mit über 12 Minuten ist der Letzte auch der längste Track mit Namen „Ars Diavoli„. Dieser lässt den Sound schnell gespielt schneidend und fräsend erklingen und der dämonisch besessen anfängliche Gesang klingt etwas „betrunken“ in der Vorführung. Das ändert sich und man geht zusätzlich tiefer runter, aber die Drums kann ich nur erahnen oder selbst über Headset nur weit hinten leiser vernehmen. Irgendwie übertönt die Gitarre fast alles außer den Gesang und so könnte man denken, dass sich dort gar keine befinden. Schade. Der Song selbst feuert schön und ohne Unterlass, aber wenn die Schießbude (in dem Fall der Computer) keinen Druck aufbaut und hörend präsentiert, ist das für mich nur halbgar und nicht durchgebraten.
Von mir gibt es 7 von 10 Hellfire-Punkten.
Tracklist:
- Ad Astra et Abyssos 08:07
- Deify Thy Master 06:26
- Consigned to the Flames 03:56
- Vir Triumphalis 05:52
- I Am Your Demon 06:16
- The Wrath of Storms 07:03
- Ars Diavoli 12:21









