
© Lightning Strikes
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Lightning Strikes
Album: The King Is Victorious
Genre: Heavy Metal
Plattenfirma: Independent
Veröffentlichung: 18.02.2026
LIGHTNING STRIKES wurde ursprünglich 1984 gegründet und war die erste Metal-Band mit einer rein armenisch-amerikanischen Besetzung – lange bevor System Of A Down auf den Plan traten. Sie veröffentlichten 1985 eine erste Single und verschwanden anschließend völlig von der Bildfläche. Im Jahr 2016 meldeten sie sich mit „Lightning Strikes“, ihrem ersten Album in voller Länge, zurück, nur um anschließend erneut abzutauchen. Zehn Jahre später taucht die aus Los Angeles stammende Truppe mit ihrem zweiten Longplayer „The King Is Victorious“ wieder auf.
Der Opener „Fear Of Unknown“ legt relativ verhalten los, ein verschleppter Groove und ein langgezogener Schrei bringen die Dinge allmählich ins Rollen, wenngleich das Ganze eher nach Hard Rock denn klassischem Metal klingt. Lediglich in den beiden Solo Parts, in deren erstem dann auch ex-Dream Theater Keyboarder Derek Sherinian zu hören ist, kommt ein wenig mehr Schwung in den Laden. Und auch wenn der Refrain recht gefällig ausfällt, kommt der Song trotz seiner knapp sieben Minuten und zwischenzeitlichen Tempoverschärfung irgendwie nicht so richtig aus dem Quark.
„Voices in My Head“ gibt hingegen direkt vom ersten Ton an Gas und wirkt nicht nur deshalb griffiger als sein Vorgänger, auch von der Song-Struktur her wählen LIGHTNING STRIKES hier einen direkteren Weg, der sich spürbar auf das Hörvergnügen auswirkt; lediglich das Cello-Gitarren Duell ganz zum Schluss wirkt ein wenig befremdlich. Ähnlich wie der Album-Einstieg verläuft „Clash Of Battalions“ recht verhalten, geht aber dank zufriedenstellender Hooks leichter ins Ohr.
Der Titeltrack ist ein neuneinhalbminütiges, episches gehaltenes Stück, welches in erster Linie durch seinen ausgiebigen Instrumental Part punktet, und das gelingt den Amerikanern hier nachhaltig. „Aim And Shoot“ ist im Grunde das genaue Gegenteil, mit gut dreieinhalb Minuten der kürzeste Track des Albums groovt sich der Song durch seine Spielzeit, leider ohne bemerkenswerte Höhepunkte.
„Lucid Dreams“ ist dann ein getragener, fast schon als Ballade zu bezeichnender Song, der abermals recht angenehm wirkt, dem aber irgendwie die Würze fehlt. „New Beginning“ löst dann (endlich) mal die Handbremse und bringt ein wenig mehr Elan in den Laden, so dass man zum Abschluss noch einen veritablen Rocker mitsamt erstklassigem Gitarren-Solo erhält. Von der Sorte hätte es gerne der eine oder andere Song mehr sein können.
„The King Is Victorious“ ist bei weitem kein schlechtes Album, allerdings gehen mir LIGHTNING STRIKES ein wenig zu oft auf Nummer sicher, etwas mehr Abwechslung hätte der Scheibe ebenfalls nicht geschadet. Für Liebhaber klassischer Hartwurst-Töne irgendwo zwischen Hard Rock und Metal dürfte das Teil aber dennoch interessant sein.
Von mir gibt es 6,5 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- Fear Of Unknown
- Voices In My Head
- Clash Of Battalions
- The King Is Victorious
- Aim And Shoot
- Lucid Dreams
- New Beginning
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