
© Kreator
Geschrieben von Tim Braff
Band: Kreator
Album: Krushers of the World
Genre: Thrash Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 16.1.2026
Die deutschen Thrash-Giganten Kreator gehören nicht nur zur sogenannten „Big Teutonic Four“ – dem deutschen Pendant zur Big 4 of Thrash Metal – sondern sind auch mittlerweile einer der renommiertesten Bands des Metals mit über 40 Jahren Bandgeschichte und einer hochgelobten musikalischen Entwicklung.
Genau diese musikalische Entwicklung merkt man auch auf ihrem 16. Studioalbum „Krushers of the World“. Die Band aus Essen aktuell bestehend aus den Mitgliedern Miland ‚Mille‘ Petrozza (Gesang, E-Gitarre), Sami Yli-Sirniö (E-Gitarre), Frédéric Leclercq (Bass) und Jürgen ‚Ventor‘ Reil (Drums) setzt meiner Meinung nach ihren aktuellen Trend der letzten Alben konsequenter um denn je: Sie setzen nämlich immer mehr auf eine aufwendige Produktion, die sich in einem durchaus komplexen aber sehr hochwertigen Sound bemerkbar macht. Wenn man das Ergebnis ihres Albums mit anderen aktuellen Alben von anderen Thrash-Giganten vergleicht, wo die Alben mit der Zeit nach und nach immer unkreativer, uninspirierter und zeitlich überholt wirken, scheint Kreator wie ein guter Wein mit dem Alter zu reifen. Ihre Alben weisen frische Noten und eine Kreativität auf, die manche Musiker niemals in ihrer Karriere erreichen, während Kreator schon über 40 Jahre im Geschäft ist und es als selbstverständlich erscheinen lässt; ihr neustes Album ist dabei die Krönung.
„Krushers of the World“ steigt bereits hymnisch durch „Seven Serpents“ mit Chören und kleinen Sounddetails, die ich nur beim genauen Hinhören bemerkt habe, aber für mich dem Sound das gewisse Etwas geben, ein und lässt keineswegs an irgendeiner Stelle nach.
Die Songs sind alle nach einem ähnlichen Muster gestaltet, klingen dabei aber meiner Meinung nach nicht all zu ähnlich, auch wenn es deutlich hörbar ist, dass das Album typisch Kreator ist. Das Album ist allgemein sehr ausgewogen und hat jedes einzelne Element gut dosiert. Die Songs haben technische Riffs und epische Soli, die Drums wechseln zwischen aggressiven Blast-Beats und groovigeren oder punkigen Parts, hymnische Ausarbeitungen und der Gesang ist vielfältig und reicht dabei von rohen Shouts zu mitsingbaren Refrains. Eine ausgewogenene Mischung alleine zeugt nicht von Qualität, aber der beständige frische Wind hinter der Philosophie von Kreator macht daraus ein in meiner Wahrnehmung hochwertiges Werk.
Für mich ist „Krushers of the World“ das stärkste Album des Thrash Metals der letzten Jahre. Der Sound ist fett durch die Produktion und Kreator hat hier kein Nostalgie-Projekt ins Rollen gebracht. Solche Alben sorgen dafür, dass Thrash Metal ihren Fortbestand sichern kann in einer nunmehr moderneren Metal-Welt.
Fazit: Kreator bringt mit „Krushers of the World“ ein frisches Thrash Metal-Album auf den Markt, was meiner Meinung nach das Beste seiner Art in den letzten Jahren ist. Sowohl Fans von fetter Produktion als auch musikalische „Feinschmecker“, die auf kleine Details achten, finden hier ein Must-Hear fürs Jahr 2026. Mich hat das Album in beinahe allen Aspekten überzeugen können.
9,5 von 10 Hellfire-Punkten!
Tracklist:
01 Seven Serpents
02 Satanic Anarchy
03 Krushers Of The World
04 Tränenpalast
05 Barbarian
06 Blood Of Our Blood
07 Combatants
08 Psychotic Imperator
09 Deathscream
10 Loyal To The Grave
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