
Geschrieben und Fotos von Tim Braff
Die amerikanische Metalcore Band Killswitch Engage kam anlässlich ihrer Europa-Tour ins Palladium Köln. Als Unterstützung dafür haben sie sich Employed to Serve, Decapitated und Fit For An Autopsy dazu geholt.
Auch wenn die genannten Bands echt ordentlich abgeliefert haben und jede einzelne Band definitiv ihre Daseinsberechtigung hatte, war das zu viel. Ich bin kein Fan davon, wenn 3 oder mehr Bands als Vorband spielen, weil es sich auch einfach irgendwann zieht. Jetzt war es nun mal so und man nimmt es dann einfach, wie es ist.
Nach fast 3 Stunden Vorbands ist dann – endlich – Killswitch Engage auf die Bühne gekommen und hat genau das gezeigt, was man von ihnen erwartet hat: Aggressiven Abriss, epischer Gesang und eine Packung Nostalgie der 2000er. Jesse Leach hat dabei stimmlich eine perfekte Show abgeliefert.
Vorweg möchte ich gerne erwähnen, dass die Soundqualität leider ausgerechnet bei Killswitch Engage nicht optimal und der Bass dementsprechend etwas kratzig, leider nicht auf eine positive Art und Weise, in den Ohren war.
Von der Performance her war die gesamte Band auf einem Top-Niveau; allen hat man angesehen, dass sie Spaß an der Show hatten und insbesondere Eines war einzigartig überragend: Wie persönlich Jesse Leach die Show gestaltet hat trotz dessen, dass das Palladium keine kleine Halle ist. Er ist mehrfach zur Absperrung und hat bei den Fans weiter performt, was ich ganz gerne habe, da es einfach die Verbundenheit zu den Fans zeigt.
Mit einer aus alt und neu ausgewogenen Setlist haben sie das Konzert abgerockt. Songs aus den verschiedensten ihrer Alben wie „Alive or Just Breathing“, „The End of Heartache“ oder auch die letztens erschienenen Singles „I Believe“ & „Forever Aligned“ haben harmonisch einen schönen Rückblick in die Geschichte der Band geliefert. Generell fand ich persönlich die Dosierung der Songs gut gelungen.
Je näher man dem Konzertende kam, desto mehr Hits wurden dann nach und nach gespielt. Bei den „gewöhnlichen“ Songs war das Publikum schon, wie bei 2000er Metalcore zu erwarten, ordentlich am Abgehen. „This Fire“, „The End of Heartache“, der Closer „The Last Serenade“ und das absolute Konzert-Highlight „My Curse“ haben eine unglaubliche Kulisse erschaffen.
Mich hat allerdings gestört, dass ihr berühmtes Dio-Cover „Holy Diver“ nicht gespielt wurde, da sowohl der Originalsong als auch die Version von Killswitch Engage zu meinen Favoriten zählen.
Allgemein war das ein spaßiges Erlebnis und ich kann jetzt fröhlich sagen, dass ich Killswitch Engage endlich live gesehen habe, auch wenn das ein oder andere durchaus noch Potenzial nach oben hat!
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