Konzertbericht: Clash Of The Titans mit Gravestone, Tyrant und Stranger 15.05.2026 @ Memmingen, Kaminwerk

Bericht und Bilder: Jörg Schnebele / JSPics

Unter dem Banner „Clash Of The Titans“ gab es am 15. Mai ein „Familientreffen“ der besonderen Art. Drei ehemalige Bands des Labels Gama (in den Achtziger aktiv), inszenierten dieses fantastische Konzert im Kaminwerk Memmingen.
Gama hatte damals einen extrem schlechten Ruf, allerdings auch ein gewisses Gespür für hoffnungsvolle tolle Bands: Stormwitch, Sinner, Darkness und eben die bei „Clash Of The Titans“ auftretenden Bands Stranger, Tyrant und Gravestone waren bei der in Kirchheim Teck angesiedelten Firma unter Vertrag. Man kann auch nicht pauschal sagen, dass das Label keine Ihrer Bands supportete. Der Name Gama war verbrannte Erde und reichte alleine damals schon aus, dass die Bands stiefmütterlich von der Presse behandelt wurden.

Ich machte mir die Entscheidung wahrlich nicht leicht, an diesem einzigartigen Konzert teilzunehmen. Keine der drei Bands habe ich weder in den Achtzigern, noch in naher Vergangenheit live gesehen. Und darüber hinaus war es die letzte Möglichkeit, Gravestone auf der Bühne zu erleben. Also rein ins Auto und die 500 km Entfernung in Kauf genommen.

Als erste stiegen Stranger auf die Bühne, die damals trotz Knebelvertrag bei Gama Step by Step zu Chroming Rose mutierten. Dementsprechend interessant war denn auch die Setlist, die Songs „beider Bands“ enthielt. Zudem wirkten auch Musiker aus beiden Perioden mit, was das frenetische Publikum dankend mit jeder Menge Euphorie belohnte. Ein toller Einstieg in einen tollen Abend!!!

Die Stimmung im Kaminwerk war auf Grund des hervorragenden Auftrittes von Stranger perfekt, so dass Tyrant aus Ulm mit ihrer Show den Hexenkessel „nur“ noch auf Temperatur halten mussten, was der Band auch ohne Probleme gelang.
Ich muss gestehen, dass Tyrant in den Achtzigern nicht ganz auf meiner Wellenlänge lagen, was damals an der Stimme von Jürgen „Kerrmit“ Kerner lag. Heute frage ich mich, was ich daran auszusetzen hatten, denn das Organ des Shouter passt ohne Wenn und Aber zu den Songs der Band.
Erstaunlich für mich, dass Tyrant – wie auch Stranger vorher und Gravestone später – jede Menge Die Hard Fans mobilisiert hatten, die alle Songs mitsangen, was das Konzert wirklich einzigartig machte.
Perfekter Teil 2 des „Clash Of The Titans“!

Allerhöchste Eisenbahn, Gravestone (noch) einmal live zu erleben. Auf Grund der Tatsache, dass die Band in den Achtzigern hauptsächlich im süddeutschen Gebiet aktiv unterwegs war und auch seit der Reunion 2019 den nördlichen Teil der Republik quasi ignoriert hat, gab es eigentlich für mich nichts anderes, als das finale Konzert im Memminger Kaminwerk zu besuchen. Klar, 500 km schreckten schon etwas ab; aber Mathias „Don“ Dieth redete mit Engelszungen auf mich ein, dass ich schließlich den Tripp anging.
Und ich muss sagen: Gott sei Dank! Was an diesem Abend geboten wurde, macht das „Clash Of The Titans“ Konzert zu einem meiner All Time Faves!
Lange habe ich eine solche Energie und Spielfreude nicht mehr gespürt. Dass es nach Stranger und Tyrant noch einmal geiler werden könnte, war eigentlich nicht mehr möglich. Und doch legten Gravestone eine weitere Schippe drauf. Dass die „alten“ Männer so viel Energie an den Tag legten, war einfach unvorstellbar. Dass Publikum stand, wie bei den beiden Acts zuvor, wie ein Bollwerk, sang lauthals mit, bangte und schwitzte.
Wie ich schon sagte: für mich ein ewiges Live Highlight! Danke Jungs!!

 

Mehr Infos:

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Stranger auf Facebook

 

 

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