Konzertbericht: Annisokay – Abyss Pt. II Europe Tour, Carlswerk Victoria, Köln, 22.11.2025

Geschrieben und Foto von Tim Braff

 

Annisokay gehört seit Jahren zu den führenden Bands des deutschen Cores und gleichzeitig sind sie quasi Pioniere des deutschen „Modern Metals“. Anlässlich des Releases ihres neuen Studioalbums sind sie nun auf einer großen Europa-Tour, bei der sie einige Länder – häufig ausverkauft – abdecken. In Deutschland sind sie unter anderem ins Carlswerk Victoria nach Köln gekommen und haben sich dafür die beiden deutschen Bands „The Narrator“ und „Our Promise“ als Unterstützung geholt.

Die beiden Vorbands haben auch zu Beginn, die Menge ordentlich eingeheizt. Zu ihrem Vorteil kommt natürlich, dass sie stilistisch nicht weit weg von Annisokay sind und es auch einige Besucher gab, die die beiden Eröffner kannten. Ich persönlich möchte da gerne die kleinere Band von beiden „The Narrator“ hervorheben, die ich mir definitiv noch einmal als Headliner anschauen muss. Die waren voller Energie.

Annisokay ist dann auch pünktlich auf die Bühne gekommen und hat direkt einige Songs ihres neuen Albums gespielt. Das neue Album, welches mir persönlich sowieso sehr gut gefällt, klingt live wirklich ausgezeichnet. Da der Großteil des Albums schon im Vorhinein veröffentlicht worden ist, hat man auch die Textsicherheit des Publikums wahrlich gespürt. Der ein oder andere Gänsehaut-Moment wurde dadurch erzeugt, insbesondere weil die Diskographie von Annisokay sowieso Härte mit hymnischen Parts kombiniert.

Dass die Band aus Halle (Saale) mit Menschenmengen umgehen kann, hat man spätestens beim diesjährigen Wacken gesehen, wo sie schon ordentlich abgeliefert haben. Hier in Köln haben sie das Publikum gekonnt gelenkt und ordentlich zum Feiern angestachelt. Ihr Scream-Sänger Rudi Schwarzer ist mehrfach an die Barrikaden zu den Fans gegangen und hat mit ihnen gefeiert; einmal sogar als Crowdsurfer.

Wenn man Kölner Crowds kennt, weiß man auch, dass die Stimmung, die die Band vorgibt, definitiv erwidert wird und sogar die Band umso mehr gepusht wird. Die Pits waren sehr stark sowohl von der Größe her als auch von der Intensität. Kein Wunder, dass die Band so abgehen konnte. Den Spaß dabei hat man förmlich gespürt.

Ich hatte definitiv Spaß, Songs wie „Ultraviolet“, „STFU“ und „Never Enough“ endlich live zu hören, weswegen diese auch meine Highlights des Abends waren. Die für mich stärksten Songs der Band sind auch live definitiv die für mich Stärksten. Die anderen Songs gehen aber fast genauso ab.

Ich hatte Spaß. Die Leute um mich herum hatten Spaß. Die Band hatte Spaß. Köln war für Annisokay ein totaler Abriss. Genau solche Konzerte liebt man!

 

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