Kissin‘ Dynamite – Kissin‘ Dynamite

© Kissin‘ Dynamite

Geschrieben von: Klaus S.
Band: Kissin‘ Dynamite
Album: Kissin‘ Dynamite
Genre: Hard Rock
Plattenfirma: Kissin‘ Dynamite Records
Veröffentlichung: 18.09.2026

Dass KISSIN‘ Dynamite Sänger Hannes Braun sein Mikrofon an den Nagel hängt, dürfte sich in der Szene mittlerweile rumgesprochen haben. Der Sänger zieht sich aus gesundheitlichen Gründen vom Tour-Leben zurück, bleibt der Band aber weiterhin als Songschreiber und Produzent erhalten. Bevor wir uns aber irgendwann mit seinem Nachfolger beschäftigen, veröffentlichen die Schwaben auf Wunsch ihrer Fans ein letztes Album mit Hannes als Frontmann.

Das selbstbetitelte Album enthält sechs brandneue Stücke sowie sieben Neuaufnahmen der ersten beiden Scheiben „Steel Of Swabia“ und „Addicted To Metal“. Der Grund dafür ist ebenso simpel wie einleuchtend: „Ich war bei unseren ersten beiden Alben 2008 und 2010 ja noch nicht mal im Stimmbruch“, so der Sänger, also lag es nahe, einige dieser Stücke nochmal erwachsener aufzunehmen.

Widmen wir uns aber zunächst den neuen Songs. Den Anfang macht „Glory Days“, eine hymnenartige Reminiszenz an die glorreichen, vergangenen Tage, die sich hervorragend für den nächsten Road Trip eignet und die man bereits nach dem ersten Hören nicht mehr aus dem Kopf bekommt. „I Salute You“ überrascht direkt zu Beginn mit Dudelsäcken, für die Saltatio Mortis verantwortlich zeichnen und dem Track einen dezenten Folk-Anstrich verpassen. Ansonsten dürfte dieser gemächliche Rocker mit Ohrwurm-Hookline als eine Art Abschiedsgruß des scheidenden Sängers an seine Fans verstanden werden.

Mit „Night Is Calling“ haben KISSIN‘ DYNAMITE ein formidable Party Hymne im Gepäck, während ich beim phantastischen „I’ll Be“ unweigerlich an Bon Jovi zu deren Hochzeit denken muss, als die noch richtig fette Stadion-Rock-Hymnen geschrieben haben. Im Gegensatz zu den vorherigen neuen Stücken hat „Nothing Breaks Like A Heart“ einen merklich vernehmbaren melancholischen Unterton, abgesehen davon hat die Band hier einen weiteren veritablen Ohrwurm hingelegt. Die Ballade „Good In Goodbye“ steigert die Emotionen endgültig bis auf Anschlag und dürfte bei den letzten drei Konzerten mit Hannes für reichlich Tränen sorgen.

Dass die Neueinspielungen verglichen mit den Originalen ein ganz anderes Flair haben würden, liegt auf der Hand, allein die stimmlichen Unterschiede zwischen dem damaligen Teenager Hannes und dem mittlerweile Mittdreißiger sind gravierend. Auch sonst wirken die Tracks druckvoller und packender. Daran haben die Gastbeiträge von Amaranthe („Out In The Rain“), Ralf Scheepers von Primal Fear sowie Dragonforce Gitarrist Sam Totman (beide auf „Steel Of Swabia“) sicherlich auch ihren Anteil.

„Kissin‘ Dynamite“ ist ein großartiges Album irgendwo zischen stilvollem Abschied, beachtlichem Resümee und hoffnungsvollen Ausblick in die Zukunft geworden, dass sowohl Fans der ersten Stunde als auch Neuentdecker begeistern dürfte. Und wer weiß, vielleicht wird dem guten Hannes ja eines Tages sein Dasein Sanges-Rentner zu langweilig und er kehrt doch noch mal auf die Bühne zurück…wäre ja nicht das erste Comeback in der Hartwurst-Geschichte.

Von mir gibt es 9,5 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. Glory Days
  2. I Salute You
  3. Heart Attack 
  4. Night Is Calling
  5. Out In The Rain 
  6. Love Me Hate Me 
  7. Lie For Me
  8. I’ll Be
  9. Steel Of Swabia
  10. Against The World
  11. Nothing Breaks Like A Heart
  12. Only The Good Die Young
    13- Good In Goodbye

Mehr Infos:

WEBSITE
FACEBOOK
INSTAGRAM
YOUTUBE

 

Speichere in deinen Favoriten diesen Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.