Keops – Bitter Story For Humanity

© Keops

 

Geschrieben von Tim Karow
Band: Keops
Album: Bitter Story For Humanity
Genre: Heavy Metal, Groove Metal, Progressive Metal
Plattenfirma: NoCut Entertainment 
Veröffentlichung: 22.05.2026

 

Mit „Bitter Story For Humanity“ schlagen die kroatischen Metaller von Keops das nächste Kapitel ihrer Bandgeschichte auf. Nachdem bereits der Vorgänger „Road To Perdition“ den Wandel hin zu einem härteren, internationalen Sound markierte, bringt das neue Album mit Sängerin Vana Beara zusätzlich frischen Wind in die Band. Der Wechsel am Mikrofon verändert den Klang deutlich, ohne dabei die Identität der Gruppe aufzugeben.

Mit einem abnormal geilen Titel und Song starten wir in die Platte. Der Name lautet „Walk Of Death”. Sie fügt sich hervorragend in den modernen Heavy- und Groove-Metal-Sound der Band ein und verleiht den Songs eine neue Dynamik.

Auch „Breath Of Fire“ überzeugt mit viel Energie. Der Song verbindet klassische Heavy-Metal-Elemente mit modernen Grooves und entwickelt sich schnell zu einem der eingängigsten Stücke des Albums. Das starke Gitarrenspiel zieht sich ohnehin durch die komplette Platte und sorgt immer wieder für gelungene Akzente.

Der Titeltrack „Bitter Story For Humanity“ gehört zu den Höhepunkten des Albums. Musikalisch verbindet die Band kraftvolle Riffs mit einer nachdenklichen Atmosphäre, während sich der Text kritisch mit gesellschaftlichen Entwicklungen auseinandersetzt. Gerade diese Mischung aus Härte und emotionaler Tiefe funktioniert hervorragend.

Mit „Sacred Land“ liefern Keops anschließend einen klassischen Power-Metal-Song inklusive starkem Gitarrensolo ab. Hier zeigt die Band eindrucksvoll, dass sie sich stilistisch nicht auf eine einzige Richtung festlegen lässt.

Etwas düsterer wird es mit „False Gods“. Besonders Vanas Gesang überzeugt hier auf ganzer Linie. Ihre dunkleren Gesangspassagen verleihen dem Song zusätzliche Intensität und gehören zu den stärksten Momenten des Albums. Gemeinsam mit den abschließenden „The Machine“ und „Sinner“ entsteht ein kraftvolles Finale, das die härtere Seite der Band nochmals eindrucksvoll in den Mittelpunkt stellt.

Generell gelingt Keops die Balance zwischen eingängigen Melodien, modernen Groove-Metal-Riffs und klassischen Heavy-Metal-Einflüssen sehr gut. Die Produktion klingt druckvoll, die Gitarrenarbeit überzeugt durchgehend und auch die Rhythmussektion liefert eine starke Leistung ab.

Trotzdem bleibt noch etwas Luft nach oben. Manche Songs bewegen sich nah an bekannten Genre-Mustern und überraschen dadurch weniger, als es das musikalische Potenzial der Band eigentlich zulassen würde. Gerade im Bereich der Progressiv-Elemente hätte man sich stellenweise noch etwas mehr Mut gewünscht.
7 von 10 Hellfire-Punkten!

 

Tracklist

01 Walk Of Death
02 Breath of Fire
03 Misery Memento
04 Bitter Story For Humanity
05 Sacred Land
06 The Rite
07 She Sells Sanctuary 
08 False Gods
09 The Machine
10 Sinner

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