Jack The Joker – The Devil to Pay in the Backlands

© Jack The Joker

 

Geschrieben von: Tim Karow 
Band: Jack The Joker
Album: The Devil to Pay in the Backlands
Genre  Progressive- / Heavy Metal
Plattenfirma:  Frontiers Records
Veröffentlichung: 22.08.2025

 

Brasilien ist nicht nur für Samba, Bossa Nova Carnival bekannt  und Sepultura bekannt ,sondern in der modernen Metalwelt auch für progressive Schwergewichte. Mit ihrem neuen Werk „The Devil to Pay in the Backlands“ beweisen Jack The Joker, dass sie problemlos in der Liga zwischen Dream Theater, Gojira und Opeth mitmischen können, ohne dabei ihre eigene DNA zu verlieren.

Der Opener „Devir“ ist kein klassischer Song, sondern mehr ein atmosphärisches Intro, das bereits andeutet, wohin die Reise geht: verspielt, episch und mit viel Liebe zu Details. „Between the Sky Lines“ ist dann der erste echte Kracher ,ein Song, der durch rhythmische Brüche und krachende Gitarren sofort die progressive Schlagseite zeigt, aber dennoch eingängig bleibt.

Mit „Denied“ und dem härteren „XV“ fährt die Band ihr Metal-Gewicht auf. Kraftvolle Riffs, treibendes Drumming und Vocals, die zwischen klarer Melodie und harscher Aggression wechseln. Gerade hier zeigt sich die Balance zwischen Heavy-Metal-Energie und progressiver Experimentierfreude.

„Neblina“ hingegen taucht in melancholischere Gefilde ab . Getragen von weiten Klangflächen, schwebenden Vocals und fast schon Post-Metal-Anleihen. „Sun“ hebt die Stimmung wieder an: episch, warm und voller harmonischer Refrains, ein Song, der sich sofort ins Ohr setzt.

Besonders emotional wird es mit „You (Where I Belong)“ ,eine melodische Nummer mit viel Groove und Funk. Es ist ein überraschende und lustige Untebrechung mit Bass a la Fieldy von KoЯn .Danach bringen „Thousand Witnesses“ und das leicht abgedrehte „Cabaret“ wieder mehr Energie ins Spiel; letzteres wirkt fast wie eine kleine Theaterinszenierung mit verspielten Strukturen und jazzigem Unterton.

Das wunderschöne „Saudade“ ist eine Hommage an das brasilianische Lebensgefühl zwischen Sehnsucht und Melancholie, bevor das abschließende „Hope“ alles in einem monumentalen Finale zusammenführt: melodisch, progressiv, hymnisch ,und damit ein würdiger Schlusspunkt für die Reise durch hochkomplexe Musik.

„The Devil to Pay in the Backlands“ ist ein anspruchsvolles, detailreiches Album, das nicht sofort zündet, sondern mehrere Durchläufe braucht. Die Mischung aus harter Progression, südamerikanischem Flair und emotionaler Tiefe macht es aber zu einem Werk, das man mit jedem Hören mehr schätzt. Manchmal etwas überladen und vielleicht zu lang geraten, doch als Gesamtwerk beeindruckend. Ich vergebe Jack The Joker 8 von 10 Hellfire-Punkten.

 

Tracklist:

01 Devir
02 Between the Sky Lines
03 Denied
04 XV
05 Neblina
06 Sun
07 You (Where I Belong)
08 Thousand Witnesses
09 Cabaret
10 Saudade
11 Hope

 

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