Ironbound- Serpent’s Kiss

© Ironbound

 

Geschrieben von: Tim Braff
Band: Ironbound
Album: Serpent’s Kiss
Genre: Heavy Metal
Plattenfirma: Ossuary Records
Veröffentlichung: 15.3.2024

 

Die polnische Band Ironbound steht für typischen, nostalgischen Heavy Metal, wie ihn einst die Größen wie Iron Maiden vertreten haben. Die Band bestehend aus Lukasz Krauze (Gesang), Krzysztof Całka (Rhythmusgitarre), Michał Halamoda (Leadgitarre), Adam Całka (Schlagzeug) und Zbigniew Bizoń (Bass) zeigt sich zudem stets tiefgründig in ihren Texten, welche durch den episch-technischen Charakter des Sounds stark hervorgehoben werden. Genau das findet man auch auf ihrem Album „Serpent’s Kiss“.

Grundsätzlich zeigt Ironbound auf „Serpent’s Kiss“ einen fast schon klischeehaften Heavy Metal-Sound, der sich technisch echt hören lässt. Die Songlänge, die meist über 5 Minuten geht, bestärkt dabei nur die Heavy Metal-Nostalgie.

Der Einstieg „Doomsday to Come“ zeigt direkt eine epische Richtung, in die „Serpent’s Kiss“ gehen soll. Die Gitarre ist gewöhnlich treibend, aber dennoch auf einer melodischen Basis. Der Bass und die Drums wirken dabei unterstützend und dominieren nicht den Sound. Die Vocals spielen dabei im guten Einklang sozusagen die geheime Hauptrolle, da sie beim ersten Hören nicht wie eine Hauptattraktion wirken. Das Niveau ist jetzt nicht überragend, aber sie passen gut zum Sound, was meiner Meinung nach wichtiger ist als eine atemberaubende Stimme.

Diese Struktur und Stimmung zieht sich fast komplett durchs ganze Album. Mal schneller, mal langsamer oder manchmal auch epischer oder manchmal auch etwas technischer. Wer Fan von einem überraschenden Album ist, wird sich mit „Serpent’s Kiss“ eher weniger anfreunden; Wer wiederum dieses Soundkonzept feiert, wird dieses Album lieben.

Ich muss aber sagen, dass ich ein wenig enttäuscht bin. Das Soundkonzept zeigt leider wirklich kaum Varianz und selbst der Titeltrack „Serpent’s Kiss“ hebt sich nicht vom Album ab. Persönlich hätte ich mir zumindest beim Titeltrack etwas mehr Eigenständigkeit gewünscht. Durch diesen Mangel wirkt das Album phasenweise echt zäh und man verliert auch ein wenig den Überblick. Auch der Song „Holy Sinners“, der vor dem Albumrelease eine eigene Veröffentlichung erhalten hat, verfällt ins gleiche Muster.

Dennoch beweist ein Track des Albums, dass die Band es auch anders kann:

Das Highlight des Albums ist für mich der Closer „The Healer of Souls“. Es fängt mit einer balladesken Richtung als Intro an und baut sich immer mehr zu einem epischen aber auch typischen Heavy Metal Song auf, was sowohl technisch als auch im gewissen Etwas zu überzeugen weiß. Mit einer Songlänge von knapp 9 Minuten merkt man auch, dass der Abschluss nochmal was Besonderes mitbringen sollte.

Persönlich finde ich, dass das, was der Closer hat, mir im restlichen Album fehlt: Ein Wechselspiel aus verschiedenen Segmenten und etwas mehr Mühe im Allgemeinen. „The Healer of Souls“ beweist nämlich, dass sie einzigartigeren Heavy Metal machen können; der Rest wirkt leider wie eine Sound-Imitation.

Fazit: „Serpent’s Kiss“ ist von der Ferne betrachtet kein schlechtes Album, was die positiven Elemente des Heavy Metals gut einsetzen kann. Leider finde ich, dass größtenteils etwas die eigene DNA verloren geht, da der nostalgische Sound über 40 Jahre schon Bestand hat. Dabei möchte ich dennoch „The Healer of Souls“ hervorheben, der ein sehr starker Song ist, der dem Rest des Albums meilenweit voraus ist.
6 von 10 Hellfire-Punkten!

 

Tracklist:

01 Doomsday to Come
02 Holy Sinners
03 Serpent’s Kiss
04 The Destroyer of Worlds
05 The New Dawn
06 Forefathers‘ Rites
07 Vale of Tears
08 The Healer of Souls

 

Mehr Infos:

Facebook

 

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.