
Lichtringhausen war auch dieses Jahr wieder Veranstaltungsort für das „Dragonslayer Festival“. Das Hellfire Magazin konnte den Lokalmatador „Stormage“ für ein „Quick5“ gewinnen. Dabei konnten wir der Band einige interessante Informationen entlocken.
HF: Heiko, bevor wir mit dem Interview beginnen, muss ich Euch sagen Euer Gig war megaklasse. Auch die drei neuen Songs aus dem bevorstehenden Album „Ashes of Doom“. Ihr seid ja schon lange musikalisch unterwegs. Von 1996 bis 2003 wart ihr als „Anthem“ on Stage. Danach wurde die Band in „Stormage“ umbenannt. Was hat Euch dazu bewegt und wie kamt Ihr auf den Namen?
Heiko: Als wir noch mit „Anthem“ unterwegs waren, da war Christof Kalitza ja noch unser Sänger, und er meinte, er sei jetzt zu alt für Heavy Metal. Für uns kam es nicht infrage mit der Musik aufzuhören, wir wollten weiter machen. Jetzt muss ich mal ins Nähkästchen greifen. Im Prinzip haben wir dann zu viert weitergemacht. Irgendwann kam Dirk und sagte: wir haben ein Gesangsbuch gekauft, denn wir wollen gemeinsam singen. Die Band hat mir dann einen Gesangsunterricht bei „Ballhaus“ spendiert, weil es hieß: Du musst jetzt singen! Ich begann zu singen, die Jungs haben Background gesungen. Gemeinsam haben wir geübt, weil uns die Zeit gefehlt hat einen Sänger zu suchen. Von 2003 sozusagen haben wir den Gesang trainiert, arrangiert und hatten aber auch keinen Bock mehr auf diese verkopfte Musik. Wir wollten nur Metal machen. Wollten Spaß dabei haben. Wir haben Songs geschrieben, die aus dem Bauch kommen, Texte die uns gefallen. Da war es uns auch egal, ob es anderen gefällt. Wir machen es einfach. 2005 haben wir das Album „Balance of Power“ veröffentlicht, haben zuvor als Support für „Axxis“ gespielt.
Dazu gibt es eine feine Anekdote (lacht dabei). Ich hatte überhaupt keine Texte, habe sozusagen „irisch platt“ gesungen, also eher „wirsches Zeug“ von mir gegeben. Wo ist der Unterschied zu jetzt wirft Dirk ein. (alles lacht). Wie gesagt 2005 erschien das Album, und das schönste Kompliment vom „Hammer“ und „Rock Hard“ war, wo es hieß: die Scheibe vom Sound her okay, man spürt die Spielfreude der Jungs. Und genau das ist es, uns gefällt es und das zählt in erster Linie. Diesen Stiefel haben wir seitdem beibehalten.
HF: Das konnte man gerade spüren, dass Ihr Spaß dabei habt. Auch die drei neuen Songs gingen ganz schön in die Gelenke. 2008 habe ich Euch zum ersten Mal in der Oesterhalle gesehen. Das hatte Volker Raabe seinerzeit ins Leben gerufen, wo Ihr unter anderem mit „Sabaton“ und „Grailknights“ aufgetreten seid. Wir habt Ihr euch gefühlt neben diesen beiden großen Bands zu spielen?
Heiko: Eigentlich haben wir, ja was heißt, wie habt ihr euch gefühlt (stammelt etwas) Wir machen halt Musik weil`s Spaß macht. Die waren super nett, sehr angenehm. Es war eine gute Zusammenarbeit mit den Bands. Wir empfanden es eher auf Augenhöhe, nicht als abgehoben. Metal ist halt Religion, eben eine Community.
HF: Wenn ich die Zeit mit „Anthem“ mit einrechne, steht ihr schon lange „on Stage“. Hat es irgendwann ein Ereignis gegeben, was Euch besonders geprägt oder beeindruckt hat?
Heiko: Was mich am meisten beeindruckt ist die Tatsache, dass ich Dirk seit, wow, jetzt muss ich mal zurück rechnen (stoppt kurz, schaut Dirk an), Dirk sag mal was.
Dirk: Das muss grobe Richtung 1990, `91 gewesen sein. Oder schon früher. Ich weiß noch, da kam von „Helloween“ die Platte „Future World“ raus. Da hatten wir telefoniert. Das muss 87 oder 88 gewesen sein.
HF: War die nicht von den „Pretty Maids“?
Dirk: Nee nicht die. Ach entschuldige, das war „Keeper of the seven keys„.
Heiko: Seitdem kenne ich halt Dirk. Wir sind durch einen Zufall zusammengekommen. Ich bekam eine Telefonnummer mit dem Hinweis, ruf den mal an. Zu dem Zeitpunkt war Dirks Band auseinander gegangen. Ab diesem Moment machen wir gemeinsam Musik, schreiben Songs miteinander.
HF: In welcher Band hast Du damals gespeilt Dirk?
Dirk: Wir waren drei Mann, haben Thrash Metal gespielt. Der damalige Drummer ist dann abgewandert, und ich stand dann da. Nebenan probte eine Kombo (Black Fate), bei denen bin ich für ein knappes halbes Jahr eingestiegen. Einerseits ging es da nicht richtig voran und es war auch nicht die Musik, die ich machen wollte. Hab Heiko kennengelernt und spürte, das passt menschlich, musikalisch, lass uns was zusammen auf die Beine stellen.
Heiko: Wären wir Mann und Frau, könnte man sagen: Liebe auf den ersten Blick (alle lachen wieder).
HF: Ihr seid also aus zwei unterschiedlichen Genres verschmolzen.
Heiko: Wobei unser Kern lag immer bei „Iron Maiden“, „Megadeath“,“Dio“ oder „Metallica“. Das war unsere Basis.
HF: Dazu wollte ich jetzt kommen. Wer oder was hat Euch beeinflusst, Euren Stil so zu prägen, wie Ihr ihn performt?
Heiko: Also für mich gesprochen, definitiv „Maiden“. Ich habe nur „Maiden“ gehört, bin auch ein großer „Metal Church“ Fan. „Metallica“ geht immer. Das waren so meine Bands, die ich gehört habe. Dirk: Trifft bei mir auch zu.“ Maiden“, „Megadeath“ und „Metallica“. Wobei zu „Maiden“ bin ich eigentlich erst durch Heiko gekommen. Dachte mir, was ein geiler Bassist bei Maiden. Ich kam ja eher aus dem „Thrash Bereich“. Konnte mich aber schnell mit dem melodiösen Stil anfreunden. Das war unsere Basis, haben uns ca ein Jahr im Proberaum „eingeschlossen“ und zu zweit nur Songs geschrieben. Solange bis dann weitere Musiker zu uns stießen.
HF: Wenn ein Blick in die Zukunft gestattet ist, wo würdet ihr gerne auftreten? Mit wem als Support die Bühne rocken?
Heiko: Ganz einfach, mit meinen Jungs hier.
Dirk: Mit der Formation, wie wir sie jetzt haben, und ja, mit welcher Band möchte man zusammenspielen? „Annahilator“ wirft ein.
HF: Welches Festival käme infrage?
Billie: Ich habe schon großes Lampenfieber bei kleineren Festivals wie heute (Heiko und Dirk lachen). Ob ich das schaffen würde vor tausenden Menschen zu trommeln? Aber ja, Wacken, das wäre ein Traum. „Holy Grave“ oder so. Ich komme aus Griechenland, und da wäre es ein Wunsch in der Heimat zu spielen. Da gibt`s viele Bands, die sehr seriös sind. Sie versuchen Touren im Ausland zu bekommen. Da fallen mir z.B. „Innerwish“ ein. Aber da habe ich so wenig Kontakte hier um etwas zu bewirken.
HF: Du sagst Du kommst aus Griechenland und erwähnst „Innerwish“. Die hatte ich vor kurzem zur Rezension. Ich war echt begeistert von der Mucke. Wäre natürlich ein Hammer: „Stormage“ meets „Innerwish“.
Billie: Ja es ist nichts unmöglich. Bisher habe ich keine Antwort erhalten. Ich hatte sie mal angefragt. Ich denke, sie müssen ja auch für 2026 planen. Für mich wäre es toll mit einem Urlaub zu verknüpfen. Nichts ist unmöglich hoffe ich.
HF: Das hört sich sehr gut an. Wie erwähnt, der Gig war megageil, die Audience rockte ordentlich. Wenn das die Ziele Für 2026 sein sollen, Wacken und/oder Innerwish, drücke ich die Daumen. Dann wünsche ich für die Zukunft alles Gute. Wir sehen uns 2026 wieder hier auf dem Dragonslayer Festival, bleibt gesund, rockt weiter so!
Dirk: Das gleiche für Dich und alle Fans da draußen.
Interview: Bernd Kröninger
Fotos: Jörg Schnebele JSPics.net
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