
© Infinite Horizon
Geschrieben von: Tim Braff
Band: Infinite Horizon
Album: Metanoia
Genre: Progressive Power Metal
Plattenfirma: Self Release
Veröffentlichung: 26.9.2025
Infinite Horizon ist eine Band aus dem saarländischen Neunkirchen, die sich selbst den Stil Progressive Power Metals zuschreibt. Seit fast 30 Jahren sind sie nun aktiv und haben nun ihre neue Platte „Metanoia“ auf den Markt gebracht.
„Metanoia“ bedeutet so viel wie die Veränderung seiner Sicht auf die Welt. Genau so spirituell/religiös wirkt auch das Album. Infinite Horizon verbindet dabei die Erzählkraft vom Power Metal mit der musikalischen Brillanz und Varianz vom Progressive Metal. Letzteres merkt man auch an der für Progressive typischen Länge der Songs, die teilweise jenseits der 10 Minuten liegen.
Das Album ist allgemein vom Stil her ähnlich bleibend und hat eine klare Identität in ihrem Progressive Power Metal-Sektor. Der Gesang wirkt episch und hat etwas von Heavy Metal und generell ist das Soundkonstrukt eine Mischung aus Tiefgründigkeit und Technik.
Die Instrumentals sind vom Aufbau her komplizierter zusammenzufassen. Man hört typische Power Metal-Elemente, die von epischen Soli auf der Gitarre über marschierende Drums und einen treibenden Bass sogar zu Synth-Elementen übergehen. Durch den Progressive-Anteil variieren Strukturen innerhalb des Songs immer wieder, was einerseits etwas verwirrend sein kann, andererseits aber auch einen gewissen Überraschungseffekt hat. Dadurch ändern sich Stimmung, Tempo und Anderes innerhalb kürzester Zeit und können eine 180° Grad Wende im Song bewirken.
Das Album ist an sich mit knapp einer Stunde Länge vergleichsweise lang, da das Album auch nur 9 Tracks hat. Hin und wieder war mir persönlich das Album dann doch an der ein oder anderen Stelle zu lang und ich hätte da eine „knackige“ Art und Weise der Songs gewünscht, da durch die Länge Songs an Impact verloren haben.
Musikalisch gesehen war es dennoch ein wilder, teils verrückter Ritt durch die für mich noch unbekannte Soundlandschaft von Infinite Horizon, die einem mit unterschiedlichster Kreativität an jedem Instrument zumindest ein wenig ins Staunen versetzen. Ich bin in der Hinsicht auch positiv überrascht, da ich persönlich eigentlich gar kein Fan der Progressive-Richtung im Metal bin und mich die Vielfältigkeit auf „Metanoia“ dennoch unterhalten konnte.
Fazit: Infinite Horizon hat mit „Metanoia“ einen einzigartigen Tiefgang in ihre Nische bereitet, der einem auf verschiedenste Weise unterhalten wird. Ich sehe die Stärken insbesondere in der Vielfältigkeit und dem Genre Mix an sich, da dieser mir neu war. Es ist allgemein ein ordentliches Album vom Niveau her, was aber auch noch Luft nach oben hat.
7,5 von 10 Hellfire-Punkten!
Tracklist:
01 Through the Storm
02 Consequences
03 Shadows of Your Dreams
04 The Pendulum
05 Kingdom of Light
06 Two Worlds Collide
07 Unfaithful
08 Coming Home
09 Mountain Tops
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