In Virtue – Age Of Legends

© In Virtue

Geschrieben von: Klaus S.
Band: In Virtue
Album: Age Of Legends
Genre: Progressive/Modern Metal
Plattenfirma: Self-Release
Veröffentlichung: 21.11.2025

Die aus Los Angeles stammende Band IN VIRTUE beschreitet neue Wege und verabschiedet sich nach eigenen Worten von überholten Vorstellungen von Heavy Metal, um das Genre für eine neue Ära zu definieren. Obwohl die Band ursprünglich 2004 in der San Francisco Bay Area gegründet wurde, beginnt die eigentliche Geschichte der Truppe erst mit ihrer Wiedergeburt 2015. Damals traf Gründungsmitglied und Gitarrist Trey Xavier die schwierige Entscheidung, den Gesang zu übernehmen, nach Los Angeles zu ziehen und die Band mit einer neuen Besetzung neu zu gründen. Dies war der nötige Anstoß, und IN VIRTUE nahm ihre endgültige Form an. Mit Keyboarder Alex Nasla (The Mourning, ex-Witherfall), Gitarrist Rami Khalaf und Bassist Jamie Hush befreite sich ihr neuer Sound. Der vorliegende dritte Longplayer „Age Of Legends“, dem ersten Album nach dreizehn Jahren, erzählt die Geschichte von Sisyphusarbeit und Erlösung aus moderner Perspektive.

Zwar wird der Stil der Band weitestgehend als Progressiver Power Metal beschrieben, doch so ganz mag ich mich mit diesem Etikett nicht anfreunden. Sicherlich gibt es mit dem Quasi-Opener „Sisyphus Awakening“ sowie dem großen Finale „Tempus Fugue“ Songs, die am ehesten die Kriterien erfüllen, vor allem Erstgenannter mit seinen schwingenden Instrumental-Läufen dürfte so manchem Prog Fan mehr als nur ein wohlwollendes Kopfnicken entlocken.

Auf „Karma Loop“ zeigen sich die Amerikaner eher verspielt als progressiv, womit die Nummer an Bands wie Reach erinnert, und der Gastbeitrag von Charlotte Wessels tut ihr Übriges, um dem Stück eine besondere Note zu verleihen. „Push That Rock“ hingegen ist alles andere als eine fetziger Rock Song, stattdessen verläuft der Track eher schleppend mit einer leichten Blues Färbung und hätte sich ebenso gut auf einem Junkyard Drive Album gemacht.

Wie vielseitig dieses Album ist, verdeutlichen auch Songs wie „Where The Edges Meet“ und „Desolation Throne“, die aufgrund ihrer jeweiligen Klangfärbung Erinnerungen an modernere In Flames („Where The Edges Meet“) und Metallica der Neunziger („Desolation Throne“) wecken. Und der in diversen Tracks vorhandene Mix aus Klargesang und harschen Vocals trägt ebenfalls seinen Teil zum Abwechslungsreichtum bei. Das Highlight der Scheibe ist zweifelsohne das vorab veröffentlichte „Gunslingers Of The New American Desert“, ein eher verschleppt agierender Song mit Western-Intro und einer interessanten Mischung aus schweren Riffs und fast schon klebrigen Synthies, der mit jedem Durchlauf mehr überzeugt.

„Age Of Legends“ ist ungeachtet der zugrundeliegenden Story ein Album, das Zeit benötigt, um seine Qualitäten vollends zu entfalten. Wer nur mal eben auf nen schnellen Hit nebenbei aus ist, der dürfte eher schwer auf seine Kosten kommen. Wer aber die notwendige Geduld mitbringt und musikalisch aufgeschlossen ist, der dürfte mit der Scheibe seine Freude haben.

Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. Ascent Glorious
  2. Sisyphus Awakening
  3. Karma Loop
  4. Push That Rock
  5. Purgatory
  6. Exposed
  7. Scream
  8. Where The Edges Meet
  9. Gunslingers Of The New American Desert
  10. Desolation Throne
  11. Thoughts In Freefall
  12. The River
  13. Tempus Fugue
  14. Descent Limitless

Mehr Infos:

WEBSITE
FACEBOOK
INSTAGRAM
BANDCAMP
YOUTUBE

 

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.