
© Hexvessel – Nocturne
Geschrieben von Helgvar Sven Mánfreðson
Band: Hexvessel
Album: Nocturne
Genre: Atmospheric/Post-Black/Doom Metal
Plattenfirma: Prophecy Productions
Veröffentlichung: 13.06.2025
Das Studioalbum Nr. 7 der finnisch dunkel getauften Metaller um HEXVESSEL erschien vor kurzem. Gespickt ist es mit zehn Tracks und alle zusammen haben eine Gesamtspielzeit von beachtlichen 57:59 Minuten.
Das „Opening“ steht wie wenig überraschend als erster in den Startlöchern. Entspannte Klaviertöne mit einer leicht dunklen Stimmung werden preisgegeben und so Töne klanglich übergreifend betritt „Sapphire Zephyrs“ die Bühne, der erst einmal diese fortsetzt. Im folgenden gesellen sich alle außer der Gesang mit dazu und schwer melancholisch reist man weiter. Nach einem guten Stück des Weges wird es lauter, wird es schneller, dann verträumter und gesangliches im schwebend cleanen Modus von Mat Kvohst McNerney ertönt nebst weiblichem im Hintergrund und parallel. Der Track ist zum großen Teil verträumt, der Track bricht aber auch mal kurz aus, aber dies ist minimal. „Inward Landscapes“ bringt schneidend die 6-Saiter ins Spiel, gesanglich und spielerisch schwebt man wieder und das vertieft und nachdenklich, während der Rhythmus sich bis hierher dem Ganzen anpasst. Stellenweise folgend finde ich es etwas schräg, aber das mag nur mein Eindruck sein. Dem Ende nahe, begleitet mich dann eine Dame mit „Sirenenklängen“ zum Tor hinaus.
„A Dark & Graceful Wilderness“ zieht hoch, zieht lang und Klänge wie durch dunkle Wälder getrieben mit cleanem Gesang kommen wieder verträumt in meine Gehörgänge und man spürt und hört förmlich die Huldigung der Mutter Natur. Die Magie zieht weiter in und mit dem Track ihre Kreise und führt mich aus den Wäldern, an den Bergen vorbei hinaus. „Spirit Masked Wolf“ geht von links nach rechts und umgekehrt, hat schweren Rhythmus mitgebracht und zelebriert diesen in einer düsteren Atmosphäre. Gesanglich bewegt man sich höher als vorher, auch wenn zwischendurch leise vernehmbar „Schreie“ im Hintergrund zu hören und auch Sprechgesang dunklerer Klangart und engelsgleiche Töne vertreten sind. „Nights Tender Reckoning“ lässt vermutlich nicht nur Ballons fliegen und schweben sondern auch dich, aufgrund der melodisch verträumten Darbietung. Sanft wird mit der Zärtlichkeit abgerechnet, auch wenn das Schlagzeugspiel kurz mal intensiver wird.
„Mother Destroyer“ entlässt rauschendes und elektronisches, steigert wechselnd die Drums, geht nachdenklich seiner Wege und nebst Sprachgesang gesanglich auch mal eine Stufe höher. Mit Akustik von der Gitarre geht „Concealed Descent“ ins Rennen, der Gesang ist wieder verträumt und endend stapft jemand durch Sand oder was auch ich immer da höre. „Unworld“ stampft auf, die Instrumente geben ihr zutun und so geht es mit leicht hallend stimmlicher Präsenz durch der Zeit und sphärisch in eine andere Welt, während sich der Sound ab der Mitte erweitert und so eine perfekt zusätzliche Atmosphäre schafft.
„Phoebus“ packt schneidende 6-Saitertöne aus, Versunkenheit umhüllt den folgenden Klang und Gesang, der sich mit seinem bösartigen Bruder abwechselt und der aber auch als Solopart fungiert. Hier ist Juho Vanhanen von Oranssi Pazuzu laut meiner Recherche zu vernehmen. Dem Ende sich nähernd wird es wieder stimmlich weiblich durch Gastsängerin Saara Nevalainen, die Gitarren gehen in den Akustikmodus, eine männliche Stimme „erzählt“ und Pianoklänge lassen das Ganze ausklingen. Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- Opening 01:09
- Sapphire Zephyrs 08:01
- Inward Landscapes 08:46
- A Dark & Graceful Wilderness 05:49
- Spirit Masked Wolf 04:16
- Nights Tender Reckoning 05:15
- Mother Destroyer 06:55
- Concealed Descent 03:34
- Unworld 07:05
- Phoebus 07:09
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