
© Motorjesus
Mit dem Hellfire Quick 5 Interview versuchen wir für unsere Leser möglichst interessante Infos aus den Musikern rauszukitzeln, ohne dass sie sich seitenlangen Fragen/Antworten hingeben müssen. Wir vom Hellfire bemühen uns dabei, (mehr oder weniger) kurz und prägnant im Rahmen von wenigen Fragen zu agieren (manchmal kann eine Frage auch gedoppelt oder getrippelt sein); den Musikern obliegt es, nach ihrem Gutdünken zu antworten: kurz und knapp bis hin zu ausschweifend und umfangreich.
Diesmal hat sich Frontmann Chris „Howling“ Birx (CB) von den Heavy Rockern MOTORJESUS unseren Fragen gestellt, dessen neues Album „Streets Of Fire“ direkt Mal die volle Punktzahl abstauben konnte (Review HIER)
HF: Moinsen! Erstmal Glückwunsch zu eurer saustarken neuen Scheibe „Streets Of Fire“. Meine erste Frage werdet ihr vermutlich schon zigmal und anlässlich jeden neuen Albums gehört haben: Was unterscheidet „Streets Of Fire“ von euren vorherigen Alben? Was habt ihr möglicherweise diesmal anders gemacht und in wie weit habt ihr euch eurer Ansicht nach weiterentwickelt?
Chris: Hey vielen Dank für das Interview. Im Prinzip haben wir ehrlichgesagt nicht wirklich viel an unserer bisherigen Arbeitsweise verändert. Wir haben natürlich schon seit einigen Jahren eine gewisse Herangehensweise und eine Formel entwickelt wie wir ans Songwriting herangehen.
Dieses Mal haben wir nur darauf geachtet, dass die Songs vor allem qualitativ hochwertig sind und ein gutes Energielevel in sich tragen. Davon abgesehen tatsächlich sehr ähnlich oder fast identisch zum Vorgängeralbum.
HF: Hat der Album-Titel eine tiefere Bedeutung oder ist dieser gewissermaßen „nur“ ein Ausdruck, der gut zu eurem Stil passt? Und wenn ihr einen Titel des neuen Albums als eine Art Signature-Song auswählen müsstet, welcher wäre das und warum?
Chris: Mit dem Albumtitel „Streets of Fire“ wollten wir vor allem die Szene auf dem Cover Artwork einfach nochmal unterstreichen. Das Artwork ist ja sehr Cyberpunkig mit Robotern und querverweisen zu alten Filmen wie Terminator oder Robocop. Aber auch zu Alben wie Somewhere in Time von Iron Maiden zB. Oder auch alte SEGA Prügelspiele wie Streets of Rage, das den Albumtitel inspiriert hat. Wir wollten einfach alle unsere alten Einflüsse aus futuristischen Themen hier mal in einen Topf werfen.
HF: Vor kurzem hat Gitarrist Patrick Wassenberg die Band verlassen, dafür kehrt mit Phil Kohout ein alter Bekannter zurück. Traf euch der Patricks Ausstieg völlig unvorbereitet oder hat sich dies möglicherweise schon vorher irgendwie angedeutet? Und war Phil die (logische) erste Wahl oder gab es vielleicht noch andere Kandidaten bzw. wie schwer war es, ihn zur Rückkehr zu überreden?
Chris: Nein, Patricks Ausstieg hatte sich schon während der Aufnahmen und im Vorfeld abgezeichnet. Wir denken einfach er hat den Spaß an dieser Art von Musik verloren, zumal er eher aus dem Melodic Death wie Children of Bodom usw. kommt. Er möchte auch andere musikalische Wege beschreiten und wir wünschen ihm nur das Beste. Phil und Patrick sind alte Jugendfreunde und musikalisch ähnlich aufgestellt, was vor allem die Fähigkeiten an der Gitarre angeht. Phil war relativ nahtlos zur Stelle und hatte uns relativ schnell seine Hilfe angeboten. Wir sind da sehr glücklich mit.
HF: Motorjesus existieren ja bereits ne ganze Weile. Gibt es etwas, was ihr nach all den Jahren musikalisch gerne mal machen würdet, dies aber im Motorjesus Kontext nicht umsetzbar erscheint?
Chris: Im Kontext von Motorjesus nicht wirklich. Ich bin immer noch sehr großer Fan von der Art von Musik die wir machen. Von klassischem Heavy Metal bis Hard Rock und Rotzrock usw. Ich bin sehr glücklich mit der Musik die Motorjesus inzwischen macht.
Ich könnte mir aber vorstellen in Projektform andere musikalische Richtungen auszuprobieren. Ich komme ja auch ursprünglich aus dem Death Metal und hätte mal Bock irgendwann was musikalisch noch-mehr-in-die-fresse mäßiges zu machen.
HF: Im September gehts wieder auf Tour. Auf was dürfen sich die Fans freuen? Habt ihr irgendwelche Überraschungen im Gepäck?
Chris: Ja wir sind ab September auf Tour mit den Jungs von LOST SANCTUARY aus Bremen. Das wird bestimmt ne Lustige Klassenfahrt mit den Jungs. Wir hoffen dass ein paar Leute mal vorbeischauen werden. Wir werden einige neue Stücke von Streets of Fire spielen, und es gibt neue Bühnendeko und ein paar Live Überraschungen und Gimmicks passend zum Album und dem Artwork. Wir wollen auf jedenfalls ein bisschen Spaß liefern.
Interview: Klaus S.
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