Hammer King – Ein rachsüchtiger, nimmersatter Regent!

© Hammer King

 

Mit dem Hellfire Quick5 Interview versuchen wir dem Leser möglichst interessante Infos aus den Musikern rauszukitzeln, ohne dass sie sich seitenlangen Fragen/Antworten hingeben müssen.

Wir vom Hellfire bemühen uns, (mehr oder weniger) kurz und prägnant im Rahmen von 5 Fragen zu agieren (manchmal kann eine Frage auch gedoppelt oder getrippelt sein); dem Musiker obliegt es, nach seinem Gutdünken zu antworten: kurz und knapp bis hin zu ausschweifend und umfangreich.

Dieses Mal stellte sich Sänger und Gitarrist TITAN FOX der Band HAMMER KING unseren Fragen. Am 05.10. erschien deren drittes Album “Poseidon Will Carry Us Home.” (Review)

 

HF: Hallo. Ich falle gleich mal mit der Tür ins Haus. Wieso Hammer King? Was hat Euch damals geritten eure Band „Ivory Night“ ad acta zu legen, trotz steigendem Erfolg? Weg vom anspruchsvollen, progressiven und auch teilweise thrashigen Metal hin zum Spaß Metal, oder wie Ihr ihn nennt, dem „Royal Metal“?

Hammer King (Titan Fox): Bonjour Hellfire! Die Legende sagt “the band was founded by thy Majesty, the Hammer King, in 1978” und dass wir handverlesen sind, die Musik des King zu spielen. So ist es im Nachhinein zu erkennen, dass alles, was wir vor Hammer King gemacht haben, eine Vorbereitung für Hammer King war.
Wobei es eines ganz klar zu sagen ist: Der eigenwillige Humor darf nicht missverstanden werden, Hammer King sind absolut keine Spaßband. Wir arbeiten hart für den König und die Musik ist uns heilig.

 

HF: Ich denke Ihr gebt mir recht, dass Ihr mit der Art Metal, wie Ihr sie mit Hammer King spielt und auch repräsentiert, offensichtlich die Klischees bedient und auch Euch selbst nicht allzu ernst nehmt. Gerade Eure Texte sind nicht (wenn auch so gewollt) besonders tiefgründig, aber durchaus partytauglich. Auch hier die Frage, wieso? Ist es einfach der Spaß an der Freude, zusammen Musik zu machen und auf Konzerten den maximalen Fun zu haben?

Titan Fox: Nimm als Beispiel mal den Text von DIO’s “Holy Diver” – nichts in dem Song ergibt Sinn, er klingt gut wie er ist. Ich weiß genau, dass Ronnie James Dio die passenden Worte zugeflogen sind. Exakt so fliegen uns des Königs Texte zu. Es gibt kein Wieso, es muss genau so sein.
Metal muss vor allem live-tauglich sein. Hammer King spielen Metal, der sich sofort erschließt und dich im Idealfall nicht wieder loslässt. Jeder von uns hat schon in Bands gespielt, deren Material live schwer an den Mann zu bringen ist. That’s not my cup of tea anymore…

 

HF: Bisher seid Ihr ja hauptsächlich im südwestdeutschen Raum bekannt und unterwegs. Aber Ihr wart auch schon mal in Rom auf der Bühne. Wie kam es denn dazu und wie ist denn so die allgemeine Resonanz aus dem Ausland? Gibt es dort einen Markt für Euch und wie gedenkt Ihr diesen zukünftig noch besser und weiter zu bedienen?

Titan Fox: Wir haben Rom gespielt vor zwei Jahren, ja. Wir waren auch in Österreich und werden im Dezember unser Debüt in Belgien geben, wo wir “Demon” und “Blitzkrieg” supporten. Sowohl in Italien, als auch vor allem in Österreich war die Resonanz gewaltig!
Ich habe für “Poseidon Will Carry Us Home” mehr Interviews ins Ausland gegeben, als in Deutschland, gerade gestern ein Skype-Interview nach Canada. Der Markt ist definitiv da und wir werden unseren Livesektor weiter ausbauen. Unsere Booking Agentur Shock City sitzt in Schottland, daher werden wir sicherlich öfter ins Ausland kommen.

 

HF: „Poseidon Will Carry Us Home“ ist des Königs drittes Album. Tritt der Regent nun ab, oder bleibt uns der HAMMER KING noch länger erhalten. Wo regiert er in zehn Jahren? Was treibt ihn weiter an?

Titan Fox: Tritt der Regent ab? Welch lebensbedrohliche Frage! Der König ist ein rachsüchtiger, nimmersatter Herrscher, er wird niemals abtreten. Der Hammer King wird seine Macht noch sehr lange demonstrieren und genau diese Raffgier treibt ihn voran. The world is not enough!

 

HF: Die Reaktionen zum neuen Album sind bisher bis auf wenige Ausnahmen durchweg gut. Selbst ich habe in meiner Review sehr positiv reagiert. Was tut Ihr nun, um das Album noch bekannter zu machen? Stichwort Tour. Gibt es diesbezüglich Planungen, diesmal länger und weiträumiger auf Kreuzfahrt zu gehen?

Titan Fox: The third is gonna make it or break it. Bisher waren die Reaktionen sehr, sehr gut. Vor allem ist die Aufmerksamkeit wesentlich breiter als zuvor.
Nun gibt es mit Shock City einen starken Partner, der uns öfter auf die Bühnen jagen wird. Grundsätzlich muss natürlich gesagt sein, dass jedes Konzert, das wir spielen, Sinn machen muss. Wir können daher weder schlechte Clubs, noch abzockende Deals akzeptieren. Es ist einfach weder sinnvoll, noch praktikabel, Geld in solche Shows zu stecken. Dieses Geld fehlt dann für die Studioproduktionen – und die sind es, die wir hinterlassen, daran werden wir gemessen.
Als ganz klar: So viele Shows, wie möglich – aber nur gute Shows sind des Königs würdig.

 

HF: Dann danke ich für die Zeit und wünsche Euch im Namen des Hellfire viel Erfolg und zahlreiche Gigs! Long live the King!

Titan Fox: Danke für die pikanten Fragen und die Unterstützung. God bless the King, may the King bless you!

 

Interview: Marco Gräff

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Cruz Del Sur Music

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