Greystone Canyon – Something Borrowed Something New

© Greystone Canyon

Geschrieben von: Klaus S.
Band: Greystone Canyon
Album: Something Borrowed Something New
Genre: Hard Rock
Plattenfirma: Rockshots Records
Veröffentlichung: 05.12.2025

Die australischen Hardrocker GREYSTONE CANYON melden sich mit ihrem neuen Album „Something Borrowed Something New“ zurück. Wie der Titel es bereits erahnen lässt, enthält die 9-Track umfassende Scheibe neben einigen neuen Stücken (Something New) auch Cover-Versionen diverser Klassiker (Something Borrowed) der 70er Jahre, womit die Einflüsse der Australier klar umrissen sein dürften.

Los geht’s mit dem Song, der seit einer gefühlten Ewigkeit die Auftritte von Iron Maiden einläutet: „Doctor Doctor“ von UFO. Natürlich werden Puristen immer auf dem Original beharren, aber GREYSTONE CANYON haben hier eine sehr ordentliche Version abgeliefert, die dem Gassenhauer auf jeden Fall gerecht wird. Die folgende Interpretation des ZZ TOP Klassikers „Just Got Paid“ tendiert im Vergleich zu den Texanern vermehrt in Richtung Hard Rock, ohne jedoch die Blues Wurzeln des Songs zu vernachlässigen.

Mit „Drives Us“ folgt das erste eigene Stück der Band und stellt damit direkt die Frage in den Raum, warum die Aussies kein komplettes Album mit eigenem Material auf die Beine gestellt haben. Ungeachtet dessen kann sich dieser recht flotte Southern-Rocker wahrlich hören lassen. Eine Nummer wie „Immigrant Song“ neu aufzunehmen kann leicht mal in die Hose gehen, aber Sänger Darren Cherry versucht erst gar nicht stimmlich in die Höhen des Originals vorzudringen, von daher darf man das Unterfangen ebenfalls als gelungen bezeichnen.

„Friend Of The Fox“ ist ein chilliges Instrumental, das atmosphärisch gut in die Vorweihnachtszeit passt, aber in der Album-Mitte eher deplatziert wirkt. Weiter geht’s mit einer Interpretation von Thin Lizzys „Suicide“, auch hier gilt: ordentlich umgesetzt, aber beim Solo Part fehlt mir mit Blick auf das Original ein wenig die Magie. Den Neil Young Evergreen „Hey, Hey, My, My (Into The Black) würde ich als ganz okay abhaken, mit der Version von Axel Rudi Pell kann das Teil allerdings nicht mithalten.

Nach dem Gitarren-Instrumental „AAF“ folgt zum Schluss mit „Stealing Our Freedom“ eine weitere Eigenkomposition; ein im mittleren Temposegment angesiedelter Song mit teils akustischen Gitarren und toller Hookline, dessen „OhOhOh“ Gesänge nachhaltig im Ohr verweilen.

Unterm Strich ist „Something Borrowed Something New“ eine interessante Mischung aus Cover-Versionen und eigenem Material, bei dem ich mir im Verhältnis vielleicht eine andere Gewichtung gewünscht hätte, denn gute Songs komponieren können GREYSTONE CANYON allemal. Auf jeden Fall sorgt die Scheibe für gute Unterhaltung.

Von mir gibt es 7,5 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. Doctor, Doctor (UFO Cover) – 04:16
  2. Just Got Paid (ZZ Top Cover) – 03:35
  3. Drives Us – 05:06
  4. Immigrant Song (Led Zeppelin Cover) – 02:21
  5. Friend Of The Fox – 03:57
  6. Suicide (Thin Lizzy Cover) – 05:14
  7. Hey, Hey, My, My (Into The Black) (Neil Young Cover) – 03:22
  8. AAF – 1:47
  9. Stealing Our Freedom – 04:26

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