Goreworm – Miasmic Solitude

© Goreworm

 

Geschrieben von: Tim Karow 
Band: Goreworm
Album: Miasmic Solitude
Genre: Technical- / Melodic Death Metal
Plattenfirma: Transcending Obscurity Records
Veröffentlichung: 12.06.2026

 

Kanada bleibt eine absolute Hochburg für technischen Death Metal, und Goreworm liefern mit „Miasmic Solitude“ den nächsten Beweis dafür. Das zweite Album der Band verbindet rasende Tech-Death-Präzision mit melodischen Leads, brutalen Slam-Anteilen und einer erstaunlich abwechslungsreichen Dynamik.

Schon nach kurzer Zeit wird klar, dass Goreworm deutlich mehr wollen als bloß möglichst kompliziert zu klingen. Natürlich dominieren blitzschnelle Läufe, neoklassische Leads und technische Eskalationen das Geschehen, doch die Songs verlieren dabei nie ihren eigentlichen Kern. „Miasmic Solitude“ funktioniert eben nicht nur als technische Fingerübung, sondern vor allem als richtig starkes Death-Metal-Album.

„Monuments To Murdering“ zeigt früh die enorme Klasse der Gitarrenarbeit, während „The Enthralling Grave“ mit thrashigen Einschlägen und überraschend effektiven Slam-Momenten punktet. Besonders stark gelingt „Orbweaver“, das seinem Namen alle Ehre macht und ein dichtes Netz aus melodischen Leads und komplexen Strukturen spinnt.

Überhaupt lebt die Platte von ihrer Vielseitigkeit. Songs wie „No Reprieve“ oder „Eve Of Flagellation“ geben dem Album bewusst etwas mehr Direktheit und Luft zum Atmen, bevor Stücke wie „Jarrell“ wieder komplett eskalieren. Gerade letzterer Song entwickelt durch seine chaotischen Tempowechsel eine fast bedrohliche Atmosphäre.

Trotz aller technischen Klasse wirkt das Album erfreulich organisch. Die Produktion besitzt genug Dreck und Druck, damit die Musik niemals steril oder klinisch klingt, ein Problem, an dem viele moderne Tech-Death-Bands scheitern.

Goreworm schaffen den schwierigen Spagat zwischen technischer Virtuosität und echter Wucht. „Miasmic Solitude“ ist komplex, brutal und dennoch überraschend eingängig. In my opinion, ist das ein Album, dass sowohl Tech-Death-Fans als auch traditionellere Death-Metal-Hörer abholen dürfte.
8,5 von 10 Hellfire-Punkten. 

 

Tracklist

01 Conjuring
02 Monuments to Murdering
03 The Enthralling Grave
04 Orbweaver
05 Amor Vincit Omnia
06 No Reprieve
07 Eve of Flagellation
08 Jarell
09 Strelly
10 Miasmic Sollitude

 

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