GODZILLA WAS TOO DRUNK TO DESTROY TOKYO – Sideral Voivod

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Geschrieben von: Tim Karow
Band: GODZILLA WAS TOO DRUNK TO DESTROY TOKYO
Album: Sideral Voivod
Genre: Heavy Psych / Monster Fuzz
Plattenfirma: Octopus Risings
Veröffentlichung: 19.09.2025

 

„Sideral Voivod „ist die neueste Expedition von GODZILLA WAS TOO DRUNK TO DESTROY TOKYO, und der Name ist Programm. Das Album präsentiert sich als wuchtiger Mix aus Psych, Fuzz, Grunge, Noise und Stoner Metal, durchzogen von einer subtilen 90s-Alt-Metal-Note, die immer wieder in unerwartet verzerrte Schwere kippt. Dazu kommt eine raue, aggressive Attitüde, die sich wie ein roter Faden durchzieht, und doch entstehen daraus verdammt eingängige, aber verdrehte Heavy-Grooves.

Die Einflüsse von L7, The Melvins, Fu Manchu und Acid King sind unverkennbar, doch GODZILLA WAS TOO DRUNK TO DESTROY TOKYO würzen ihr Soundgebräu mit einem absurden Gonzo-Charme und hipsteresken Melodien. Das Ergebnis ist teils experimentell, überrascht an unerwarteten Stellen, verliert aber nie den Fokus auf groovige Riffs und Garage-Rock-Attitüde. Besonders deutlich wird das schon früh bei Tracks wie „Interstellar Greyhound“ , „Icarus“ oder dem Titelstück „Sideral Voivod“. Dass die fuzzgetränkten Soundwände den Gesang manchmal regelrecht verschlucken, wirkt fast beabsichtigt, schließlich soll hier nicht geschmeichelt, sondern „Tokyo zerstört“ werden.

Im weiteren Verlauf mutiert das Album zu einem kosmischen Doom-Trip, durchzogen von Psych-Sludge-Passagen und ausufernden Instrumental-Jams, die abdriften in abgründige Noise- und Grunge-Landschaften. Genau dort entstehen die massivsten Riff-Brecher der Platte.

Die lo-fi, schmutzige Produktion verstärkt den Underground-Charakter, etwa bei „Telekinetic Yeti Thunder“, „King Bong“, „Space Leech“, „Worship The Middle“ oder „Summer In The Void“ . Hier blitzen plötzlich Anleihen an Monster Magnet auf, aber immer mit der GODZILLA-typischen Note aus psychedelischer Wucht und abgedrehter Weirdness.

Über 13 Songs hinweg zeigen die Jungs, wie facettenreich Sludge und Stoner Rock klingen können, wenn man sie durch ein Down-Tuned-Amp-Gewitter jagt. Mal hypnotisch-psychedelisch, mal chaotisch und brutal, und in den schnelleren, wütenderen Momenten regelrecht albtraumhaft, sodass man als Hörer gelegentlich nach Luft schnappt.

Eines aber steht fest: Sideral Voivod langweilt keinen einzigen Moment. GODZILLA WAS TOO DRUNK TO DESTROY TOKYO reißen mit ihrem hybriden Heavy-Rock-Ansatz nicht nur nach den Sternen, sie pulverisieren gleich alles, was sich ihnen in den Weg stellt.
Zusammenfassend: GODZILLA WAS TOO DRUNK TO DESTROY TOKYO ist Knorke . Punkt.

Ich vergebe GODZILLA WAS TOO DRUNK TO DESTROY TOKYO 9,5 von 10 Hellfire-Punkten.

 

Tracklist:

01 Interstellar Greyhound
02 Icarus
03 Sideral Voivod
04 Sasquatch‘s Eyes
05 Ouija Witch
06 Telekinetic Thunder Yeti
07 King Bong
08 Prelude
09 Whale
10 Space Leech
11 Worship The Middle
12 Stomp
13 Summer In The Void

 

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