
© Godslave
Geschrieben von: Tim Karow
Band: Godslave
Album: Godslave
Genre: Thrash Metal
Plattenfirma: Metalville Records
Veröffentlichung: 11.09.2026
Godslave aus dem Saarland melden sich mit ihrem selbstbetitelten Album zurück und zeigen einmal mehr, warum sie seit Jahren eine feste Größe im deutschen Thrash Metal sind. Gegründet im Jahr 2000, damals noch unter dem Namen Slavery, hat sich die Band über die Jahre ihren ganz eigenen Mix aus Thrash, Groove und einer ordentlichen Portion Punk-Attitüde erarbeitet.
Und genau diese Mischung funktioniert auch auf „Godslave“ hervorragend.
Der erste Track hat es in sich. Geliefert werden Druckvolle Drums, heulende Gitarren und dann : Gummi geben ! Der Song wechselt immer wieder zwischen schnellem Thrash und groovigen Midtempo-Passagen. Besonders die langsameren Parts drücken ordentlich und laden förmlich zum Kopfschütteln ein. Auch gesanglich bekommt man das gewohnt variable Godslave-Paket: mal hoch und aggressiv, mal dreckiger und tiefer. Ein richtig guter Einstieg.
Nummero Zwo ist „A Future In Motion“ . Hier kommt die punkige Seite der Band stärker zum Vorschein. „A Future In Motion“ rollt ordentlich nach vorne und besitzt diesen herrlich rotzigen Charakter, der mich immer wieder an die amerikanische Thrash-Schule erinnert. Zwischendrin nimmt die Band das Tempo raus und baut einen melodischeren Groove auf, bevor ein schönes Solo den Song wieder zurück in die Spur bringt. Macht einfach Spaß!
„Repaid In Kind“ ist wiederum anders. Schnell, präzise und mit ordentlich Druck geht es weiter. Besonders die Tempowechsel machen den Song interessant. Gerade wenn man denkt, man weiß, was als Nächstes kommt, wird wieder auf die Bremse getreten – nur um anschließend erneut Vollgas zu geben. Die Drums kommen hier besonders schön zur Geltung und auch das Gitarrenriffing hat ordentlich Biss. Dazu ein starkes Solo: feines Thrash-Metal-Brett.
„Part Of The Pack“ bringt eine überraschend positive Energie mit. Die Melodie bleibt sofort hängen und entwickelt sich zu einer richtigen Hymne. Danach geht es wieder druckvoll zur Sache, bevor die Band erneut mit melodischen und groovigen Momenten spielt. Gerade live dürfte dieser Song richtig Spaß machen. Hier sehe ich schon die ersten Leute, die spätestens beim Refrain lautstark mitmachen.
Etwas gediegener beginnt „The Road Not Taken“. Dieser Track will wieder ordentlich Druck aufbauen. Der wuchtige Refrain funktioniert hervorragend und zeigt, dass die Band nicht permanent Vollgas geben muss, um heavy zu klingen.
Der Track „And Yet I Stand“ ist definitiv das Highlight! Wer auf Exodus und klassischen Bay-Area-Thrash steht, dürfte hier besonders glücklich werden. Der Song besitzt diese typische Mischung aus aggressivem Riffing, treibenden Drums und einem Refrain, der sich schön ins Hirn frisst.
Godslave machen auf ihrem selbstbetitelten Album verdammt viel richtig. Die Band verbindet klassischen Thrash Metal mit Groove, Punk-Einflüssen und melodischen Momenten, ohne dabei ihren eigenen Charakter zu verlieren. Besonders die vielen Tempowechsel sorgen dafür, dass „Godslave“ auch nach mehreren Durchläufen interessant bleibt. Mal Vollgas, mal Midtempo, mal hymnisch, und zwischendrin immer wieder diese kleinen Ideen, die einen Song von „gut“ zu „geil“ bringen.
Bis auf ein paar kleinere Ausnahmen ist das hier für mich ein richtig starkes Thrash-Metal-Brett. Godslave klingen erfahren, hungrig und vor allem nach einer Band, die offensichtlich immer noch verdammt viel Bock auf ihre Musik hat. 8,5 von 10 Hellfire-Punkten gehen in das Saarland!
Tracklist:
01 Reset Rebuild Reclaim
02 Future in Motion
03 Repaid in Mankind
04 Part of the Pack
05 Square One
06 The Road Not Taken
07 And Yet I Stand
08 Let the Fire Come
09 The Sum of All Wounds
10 The Fire that Calls Me
Mehr Infos:









