
© Gladenfold
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Gladenfold
Album: Soulbound
Genre: Power Metal
Plattenfirma: Reaper Entertainment
Veröffentlichung: 27.02.2026
Die im Jahr 2003 im finnischen Turku gegründeten GLADENFOLD firmierten – soweit man das im weltweiten Netz nachvollziehen kann – bislang unter dem Banner „Melodic Death / Power Metal“. Doch von ersterem scheinen sich die Skandinavier mittlerweile verabschiedet zu haben, denn auf ihrem vierten Longplayer „Soulbound“ sind diese Elemente weitestgehend verschwunden.
Nach einem sakralen Einstieg legt „Firewind“ sehr druckvoll los und präsentiert sich weitestgehend als kraftvoller Power Metal Track, dem im Mittelteil ein paar progressive Elemente hinzugefügt wurden; der Chorus läßt sich klanglich irgendwo in der Schnittmenge aus Bands wie Sonata Arctica und Rhapsody verorten. „Warden Of Time“ ist ein ebenso gradliniger wie hochmelodischer Midtempo Track, der erneut gewisse Affinitäten zu den erwähnten finnischen Landsleuten weckt – zumindest, wenn man den kurzen Part mit harschen Vocals außer Acht lässt.
War der Refrain von „Warden Of Time“ schon recht süßlich, so wird dies beim flotten „For My Queen“ nochmals gesteigert, denn die Nummer klingt wie ein Mix aus Freedom Call und Dragony, wobei der Solo Part hier definitiv packender ausgefallen ist als bei den genannten Referenzen. „Helix Of Hate“ nimmt die Geschwindigkeit mit, besinnt sich in den Strophen aber der eigenen Vergangenheit in Form von Growls, während die Hookline gewohnt eingängig gehalten ist. „Mercy“ pendelt zwischen balladesken Momenten und Melodic Rocker, zudem wird Sänger Esko Itälä hier von Without Warning Sängerin Michaela „Micha“ Tuomenoksa tatkräftig unterstützt.
Dass ebenso zuckersüße wie ohrwurmartige „Ghostlike“ dürfte abermals Sonata Arctica Fans begeistern; „Chaos Waltz“ legt geschwindigkeitstechnisch noch ein paar Schippen drauf, wobei der opulente Chorus mit seinen gewaltigen Hooks getreu seinem Titel fast schon zum Schunkeln einlädt. „Anthem Of The Broken“ besticht durch sein vielfaches Variieren des Tempos, fährt ansonsten die gebräuchlichen Ingredienzien des melodischen Power Metals auf. Auch das abschließende „Soulbound Parallax“ greift auf das Mittel des stetigen Stil-Wechsels zurück und unterstreicht nochmals das Gespür der Nordlichter für hymnische Melodien.
Alles in allem ist „Soulbound“ ein ausgewogenes, sehr eingängiges und intensives Album, das zu keiner Zeit eintönig wirkt und bei dem Anhänger der genannten Referenz-Bands bedenkenlos zugreifen können – ungeachtet des eher suboptimalen Covers!
Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- Firewind
- Wardens Of Time
- For My Queen
- Helix Of Hate
- Mercy
- Ghostlike
- Chaos Waltz
- Anthem Of The Broken
- Soulbound Parallax
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