
© Funeral Winds – Stigmata Mali
Geschrieben von Helgvar Sven Mánfreðson
Band: Funeral Winds
Album: Stigmata Mali
Genre: Black Metal
Plattenfirma: Osmose Productions
Veröffentlichung: 24.02.2023
Das niederländisch jetzige Ein-Mann-Black Metal Projekt Funeral Winds ist nicht erst vor kurzem aus den Tiefen der Hölle emporgestiegen, sondern existiert schon seit 1991 und das durchgehend. Anfänglich noch mit mehreren Mitgliedern aktiv, ist man jetzt auf dem mir aus dem Jahre 2023 vorliegenden siebenten Studioalbum „ Stigmata Mali“ auf Hellchrist Xul „geschrumpft“, der sich für alles verantwortlich zeigt.
„Open the Wounds“ eröffnet langsam, eröffnet mit Glockenklängen und gesanglich erfährt man gleich, dass man keinen Engel vor sich hat. Mit der Ruhe ist es schnell vorbei, das Infernale nimmt seinen Lauf, Blastbeat Attacken aus allen Rohren feuernd und schwer geradlinige Momente nebst feinen Melodiebögen übernehmen das schwarze Ruder und so gestaltet sich die Fahrt als einen für mich hörenden Ohrenschmaus. „Stigmata Mali“ „reitet“ im klanglichen Gewand vorwärts, die Drums sind anders und unterschiedlich aber dennoch voller Wucht und wenn die „Trägheit“ Einzug hält, erinnert es mich ein wenig an Mother North. „By These Hands, by Your Command“ baut sich auf mit düsterer Stimmung und geht folgend schön geradlinig seiner schwarzen Pfade entlang. Die Aggression wird immer wieder Mal gesteigert, ein Grundgerüst wird genutzt, wobei man auch ab und zu sich aus diesem entfernt und anderes präsentiert.
„Odious Emanations“ bringt stampfende Wucht in die Gehörgänge und treibt die Geschwindigkeit an, sodass ein Headbangen fast unmöglich wird. Auch hier geht es an einer vorgegebenen Linie entlang, aber mich persönlich stört es nicht. Der Song ist voller Energie und Umsetzung und auch wenn nicht die extrem kreative Bandbreite für andere vielleicht abgerufen wurde, gibt er mir viel Dunkelheit und Pestgeruch. „The Angles of Darkness“ erinnert mich stilistisch musikalisch anfänglich an alte Bathory Klänge, hat auch wie alle anderen ordentlich Feuer und dem Höllendach und treibt es mal wild, mal „ruhiger“. Gesanglich sind wir wieder auf der „dem hilft kein Exorzist mehr“ Spur und so gibt es nichts für Oma`s Kaffeerunde. Die Becken und weiteres der Schießbude inklusive schneidender Gitarrenklänge erklingen bei „Ferocious Revelations„, der im weiterem Verlauf sich kreativ breit, aggressiv aber auch melancholisch traurig präsentiert. Der Track ist für mich persönlich ein weiteres Highlight und ein weiterer Ohrenschmaus, in den ihr unten gerne reinhören könnt.
„Purified by Acausal Flames“ kennt kein Vorspiel und kommt ohne wenn und aber gleich zur Sache. Der Rhythmus wechselt, mal wird man verdroschen, mal gestreichelt und gesanglich ist man auch hier auf boshaft dämonische Mitteilungen aus was dem ganzen Album gut zu Gesicht oder zu Gehör steht, also nicht nur hier. „The Bornless Forever“ klingt anfänglich wie ein Finale, ist groovend im weiteren und sobald dieses mal abgelegt wird und wurde geht er interessant klanglich vorwärts und im weiteren steigernd seiner schwarze Pfade entlang. Das Ganze ist ein Wechselspiel, hier wurde das infernal rasante außen vorgelassen und ist ein feiner Abschluss des Albums.
Von mir gibt es 8,5 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
1 Open the Wounds 05:18
2 Stigmata Mali 03:52
3 By These Hands, by Your Command 04:17
4 Odious Emanations 03:45
5 The Angles of Darkness 03:17
6 Ferocious Revelations 04:44
7 Purified by Acausal Flames 04:30
8 The Bornless Forever 05:15
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