
© Frozen Land
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Frozen Land
Album: Ice Melter
Genre: Power Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 21.11.2025
Drittes Album, dritter Rezensent! Während meine Kolleginnen/Kollegen von den bisherigen Werken der finnischen Power Metaller FROZEN LAND nur mäßig bis einigermaßen begeistert waren, obliegt es nun meiner Wenigkeit, den dritten Longplayer „Ice Melter“ mal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Power Metal aus Finnland, da fallen mir natürlich spontan die altgedienten Recken Stratovarius und Sonata Arctica ein, und wenn man im Hinterstübchen hat, dass Matias Kupiainen (Stratovarius) das Album abgemischt hat, dann weiß man, was die Metal Stunde geschlagen hat. Und der Opener „The Carrier“ ist ein Paradebeispiel für den Sound der Skandinavier, von Beginn an ist die Double Bass kräftig im Einsatz, neo-klassisch beeinflusstes Gitarrenspiel noch vor der ersten Strophe und kraftvoller Gesang sind die Zutaten, die den Song auszeichnen. Mit Blick auf die genannten Referenzen fallen lediglich die dort dominierenden Keyboard Sequenzen hier etwas runter, was dem Hörvergnügen aber keineswegs abträglich ist.
„Dead End“ setzt den eingeschlagenen Weg grundsätzlich fort, wenngleich hier die Vocals zwischendrin auch mal in höhere bzw. harschere Tonlagen abdriften. Auf „Dream Away“ gibt es zumindest ansatzweise die Möglichkeit durchzuatmen, ohne dass die Band insgesamt an Wucht verliert und das keineswegs zu verachtende Gitarrensolo sorgt für einen zusätzlichen Pluspunkt. „Chosen, Corrupt And Cancerous“ gibt dann wieder Vollgas mit einigen zuckersüßen Gitarrenmotiven, während „Losing My Mind“ im Vergleich zu den bisherigen Tracks weitestgehend weniger vehement und insgesamt etwas leichtfüßiger daherkommt.
Der Titeltrack wechselt geschickt zwischen schnellen Passagen und zurückgenommeneren Momenten und beweist im Refrain Hymnen-Qualitäten. „Haunted“ hält das Tempo hoch und erinnert nicht zuletzt dank seiner Melodieführung an die eingangs erwähnten Landsleute. Das knapp sechsminütige Finale „Black Domina“ beschließt das Album ebenso eindrucksvoll, wie es begonnen hat.
Da mir die ersten beiden Alben nicht bekannt sind, kann ich die Entwicklung, die FROZEN LAND seit ihrem Debüt hingelegt haben, nicht einschätzen, aber „Ice Melter“ ist definitiv ein Album, an dem Power Metal Fans nicht vorbeikommen dürften, denn mit Ausnahme der gerade einmal gut sechsunddreißig Minuten Laufzeit gibt an dieser Scheibe nichts auszusetzen.
Von mir gibt es 8,5 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- The Carrier
- Dead End
- Dream Away
- Chosen, Corrupt And Cancerous
- Losing My Mind
- Icemelter
- Haunted
- Black Domina
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