Forever Autumn – The Lamentations

© Forever Autumn

 

Geschrieben von: Bernd Kröninger   
Band: Forever Autumn  
Album: The Lamentations 
Genre: Acoustic Doom / Pagan Folk 
Plattenfirma: Independent Release 
Veröffentlichung: 03.01.2026

 

Aus den Staaten, genauer aus Massachusetts, kommt die 2000 gegründete Band „Forever Autumn“. Sofern man den Begriff Band hier nennen darf. Autumn Ni Dubhghaill spielt sämtliche Instrumente (voc,g,b,perc, Balalaika, Bodhrán und Twin whistle) selbst. John Mc Grath bedient zusätzlich das Cello. Relativ spät, 2008, erschien nach mehreren Demos das Debut „Waiting for Öktober“. Dem folgten drei weitere Alben in den Jahren 2014, 2016 und 2019. Nun also sein fünftes Werk, das mit „Klagelieder“ betitelt ist. Man darf also gespannt sein, ob der Titel des Albums auch Programm ist.   

Lauschen wir nunmehr dem irischen Sommeranfang „Beltaine“. Ein Sommeranfang, der sehr trist beginnt, was dem Cello geschuldet ist. Langsam (2:25) wird es lebhafter. Zugleich durch die Trommeln wild. Seine Voice, die Furcht und Ängste transportiert, erinnert mich an Marianne Faithful. Nun gut, Autumn versteht es mit wechselnder Klangstruktur innerhalb der 7:30 Minuten für Überraschungen zu sorgen. 

Sein „Self – Portrait in Blue, Black and Grey“ ist eine notentechnische Wiederholung, die etwas ankündigt, was uns erwartungsvoll letztendlich nicht beschert wird. Hypnotisierend und kühl. Nachfolgend erfahren wir einen Song, der mit gebrechlicher Voice weder Flüche noch Schutzzauber („Hexes and Wards“) belebt. „Fylgia and the Fetch“ klingt wie eine mystische, bedrohliche Beschwörung. Seine Hexenstimme gibt den doomigen Schauer. „Epoch“ ist der „Shortrun“ der Scheibe. Mit flüsternder Voice und rhythmischen Trommeln ein Song, der abends an Lagerfeuern seinen Platz finden könnte. 

Dem entgegen steht „The black candle“. Sehr romantisch im Stil von „Lady d´Arbanville“ von Cat Stevens eher untypisch für das Album. Die düstere Scheibe beschließt „The Salt of Mortality“. Den Effekt des dunklen erreicht der Song, durch monoton gewählte Töne, die das Cello eindrucksvoll darlegt. 

Fazit: Was die Scheibe mit einer Laufzeit von knapp 40 Minuten interessant macht, sind die diversen Stile, die hier wie ein Geflecht ineinander übergreifen. Als doomig kann ich höchstens seine schreiende, flüsternde und sehr kratzige Voice einordnen. Instrumentell bildet das mittelalterliche Folk Pagan Element die Basis. Der Titel ist rechtens gewählt, Trauer und Endzeitstimmung stehen hier Pate. 7 von 10 Hellfire Punkten sollten hier reichen.

 

Tracklist:

01-Beltaine
02-Self-Portrait in Blue, Black and Grey
03-Hexes and Wards
04-Fylgia and the Fetch
05-Epoch
06-The black candle
07-The Salt of Mortality

 

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