Flotsam And Jetsam – Rats in the Temple

© Flotsam And Jetsam

 

 Geschrieben von: Tim Karow 
Band: Flotsam And Jetsam 
Album: Rats in the Temple
Genre: Thrash Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 28.08.2026

 

Die gut geölte FLOTSAM AND JETSAM-Maschinerie läuft weiter. Zwei Jahre nach dem genialen „I Am The Weapon“ geht es nun also Richtung Tempelanlage, inklusiven Nagetieren als Mitbewohner.

Und „Harvesting the Hate“ eröffnet das 13 Songs starke Album direkt sehr abwechslungsreich. Dramatischer Beginn, reduzierte Gitarren in den Strophen, die dem genialen Gesang ordentlich Raum geben, dazu kurze, harte Vocal-Parts, bevor ein superber Refrain und starke Soli den Song krönen. Geil!

Auch der Einstieg in „Damnation“ ist pompös und macht direkt Lust auf mehr. Mittelschnell, mit einem tollen Gitarrenmotiv versehen, sitzt der Refrain vielleicht nicht zu hundert Prozent und wirkt durch die Chöre etwas abgehackt. Mit „Absolution“ wird dann allerdings gnadenlos die Absolution erteilt. Erst gibt es moderneres Riffing, bevor die Doublebass zuschlägt und es in bester Flots-Manier richtig losgeht.

„Blame The Knife“ ist anschließend richtiggehend progressiv. Zahlreiche Tempowechsel, dissonante Gitarren und aggressiverer Gesang bestimmen das Bild. Anspruchsvoll, und das will bei einer ohnehin technisch versierten Band schon etwas heißen. Passt aber!

Der Titelsong beginnt erneut mit einem Intro, das problemlos aus einem Abenteuer- oder Fantasyfilm stammen könnte. Danach wird erstmal losgaloppiert. Auch hier gibt es jede Menge zu entdecken. Die Strophen sind drängend und dunkel, während der Refrain wieder Weltklasse ist. Ebenso wie bei „The Ghost Behind My Door“. Ein eingängiger, brillant melodischer und gleichzeitig harter Klopfer. Bisher mein Liebling!

„First On The Spike“ betont etwas stärker die rockige Seite, ohne auch nur eine Sekunde an Energie zu verlieren. Der zusätzliche Synth-Einsatz im Refrain gibt dem Song noch etwas mehr Tiefe.

„The Edge Of Nowhere“ ist anschließend ein etwas geradlinigerer Track, der gut ins Album läuft und im Break durchaus zu überraschen weiß. „Last Rites“ schließt sich stilistisch an. Gute Flots-Tracks sind ohnehin besser als superbe Songs vieler anderer Bands. Bei fast einer Stunde Spielzeit kann schließlich nicht jeder Song der totale Burner sein. Das ist eben geiler Flots-Style. Punkt. „A Taste Of War“ beginnt tribalartig und zunächst eher verhalten, bevor der Song immer wieder anschwillt und anschließend zurückgenommen wird. Teilweise kommt hier fast eine alternative Schlagseite durch, die allerdings komplett in ein Thrash-Gewand gepackt wurde. Gefällt!

Genauso „Her BloodYour Pain“. Die Melodie am Anfang packt mich sofort und lässt mich bis zum Ende nicht mehr los. Ein echter Banger mit sehr klassischen Metal-Motiven und wieder einmal großartigen Soli.

Bei „Anthems For The Broken“ klingt es zunächst wieder ordentlich hart, bevor einmal mehr der Refrain über allem thront. Top!

Abgeschlossen wird das Album mit „Not Going Down That Way“. Hier treffen ordentliches Geschredder, Akustikpassagen und klassisches Thrash-Riffing aufeinander. Und der Gesang ist mal wieder überragend.

Wieder einmal ein Album der Extraklasse. Für mich teilweise etwas sperriger als der Vorgänger, dafür mit einer wärmeren Produktion gesegnet. Trotz der fast einstündigen Spielzeit macht die Platte durchgehend Laune und wird zu keiner Zeit langweilig.

FLOTSAM AND JETSAM bleiben damit eine verdammt gut geölte Thrash-Metal-Maschine.
Für mich bekommt FLOTSAM AND JETSAM 9 von 10 Hellfire-Punkten! 

 

Tracklist

01 Harvesting the Hate
02 Damnation
03 Absolution
04 Blame the Knife
05 Rats in the Temple
06 The Ghost behind my Door
07 First on the Spike
08 The Edge of Nowhere 
09 Last Rites
10 A Taste for War
11 Her Blood your Pain
12 Anthem for the Broken
13 Not Goin‘ down that Way

 

Mehr Infos:

Facebook

Speichere in deinen Favoriten diesen Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.