
© Fireball Ministry
Geschrieben von: Bernd Kröninger
Band: Fireball Ministry
Album: The Second Great Awakening
Genre: Stoner / Hard Rock / Heavy Metal
Plattenfirma: Ripple Music
Veröffentlichung: 22.05.2026
In der zweitgrößten Stadt der USA gründete sich 1997 die Band „Fireball Ministry“. Nicht ungewöhnlich ist der Gründer Reverend James A. Rota II. Einige Bands aus den Staaten befassen sich mit religiösen Themen. Leben und innere Kämpfe sind der Band auf den Leib geschrieben. Neben James (voc,g), stehen Emily Burton (g), Scott Reeder (b) und John Oreshnick (dr) im Studio und auf der „Stage“. Im Übrigen ist unser aktuelles Album bereits 2003 schon einmal veröffentlicht worden. Nehmen wir uns also die Neuauflage mit dem Bonustrack „Dark Descend“ vor.
Der Titelsong als Opener steht allerdings nur für ein knapp zweiminütiges Intro. Rein instrumental erscheint es wie ein Prolog. „The second great Awakening“ steht für eine Reformbewegung in den Staaten von 1795 bis 1840. Ziel war es die Kirchenmitgliedschaft zu steigern. Im heftigen Stoner Rock kann „King“ überzeugen. Ooh, was eine bestimmende Voice. Wenn der Reverend seine Gottesdienste so abhält, dann hat er eine volle Bude. Das Solo ab 3:30 ist crazy.
Knallige Riffs bietet „The Sinner“. Wogegen „Master of None“ und „Daughter of the Damned“ einen dunklen, schleppenden Rhythmus offeriert. Zwei Songs, die gut in die Biker – Szene passen, weil sie dadurch lässig und cool klingen. Für ordentlich Dampf, mehr Schwung sorgt „Rollin On“. Spürbar die Einflüsse von Heavy Metal, hebt sich dadurch von den anderen Songs ab, und avanciert zu meinem Lieblingssong. Der Sound dark, der Rhythmus schleppend, die Voice kratzig, so stellt sich „Choker“ vor. Vielleicht ist das Halsband („Choker“) etwas zu stramm für James.
Im balladesken, düsteren Stoner Rock der Anfangszeiten begegnen wir den Jungfrauen der Venus („Maidens of Venus“). Das Solo ab 3:24 hebt die Spannung. „Dark Descend“ als Schluss – und Bonus Track lässt gehörig die „Kuh fliegen“.
Fazit: „Fireball Ministry“ sorgen nicht unbedingt für ein neues Klang – Festival. Ergebnis der Mixtur von Stoner Rock, Metal und Hard Rock hätte ich mir kraftvoller vorgestellt. Wenn ich einige Songs als lässig bezeichnet habe, so könnte aber auch der Eindruck entstehen, sie seien etwas lustlos. James‘s Voice könnte ein wenig mehr Klangstruktur in die Songs einbringen, und die Tracks somit lebendiger gestalten.
7,5 von 10 Hellfire Punkten sehe ich als gerecht an.
Tracklist:
01- The Second Great Awakening
02- King
03- The Sinner
04- Master of None
05- Daughter of the Damned
06- Flatline
07- In the Mourning
08- He who kills
09- Rollin On
10- The Choker
11- Maidens of Venus
12- Dark Descend
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