Fate’s Hand – Steel, Fire & Ice

© Fate’s Hand

Geschrieben von: Klaus S.
Band: Fate’s Hand
Album: Steel, Fire & Ice
Genre: Heavy Metal
Plattenfirma: Dying Victims Productions
Veröffentlichung: 21.11.2025

Im Jahr 2021 tauchten FATE’S HAND heimlich still und leise mit ihrer selbstbetitelten Debüt-EP auf. Die Australier, deren Mitglieder sich hinter irgendwelchen Pseudonymen verstecken, verfügen dennoch über einen reichen Erfahrungsschatz, da einige Mitglieder unter anderem bei Bands wie StarGazer und Mongrels Cross spielten. Als FATE’S HAND schöpften sie gekonnt aus dem reichen Fundus nordischer Metal-Tradition und lieferten sich einen wilden Angriff auf traditionellen Heavy Metal. Nun haben die Jungs von Down Under ihren ersten Longplayer „Steel, Fire & Ice“ an den Start gebracht, den sie in der Tradition von Judas Priest, King Diamond, Destruction und Bathory sehen.

„The Quest Spirit“ eröffnet das Album nicht gerade energisch, sondern verlagert direkt in schwerfällig wirkendes Midtempo, welches sich irgendwo zwischen Viking Metal und Manowar ansiedeln lässt. Der etwas eigenwillige Gesang von Herrn Denimal bleibt hingegen Geschmacksache, und die fetten Hooks werden hier auch nicht gerade in Stellung gebracht. Nach diesem eher durchwachsenen Auftakt kommt mit „Fount Of All Waters“ nicht nur deutlich mehr Dynamik in die Sache, sondern die Herren beschwören zudem die Geister des traditionellen Edelstahls, wenngleich diese den eingangs genannten Vorbildern längst nicht das Wasser reichen können.

„Woven In Space And Time“ schlägt im Grunde nach die gleiche Richtung ein, liegt aber im direkten Vergleich aufgrund der zugänglicheren Songstruktur um eine Nasenhaarlänge vorne. Das Instrumental „In The Draugr Deeps“ wabert im Grunde zweieinhalb Minuten stumpf vor sich hin, bietet ansonsten aber nicht viel Erwähnenswertes. „Fire Reigns Once More“ bringt dann wieder Schwung in den Laden, der Song dürfte mit Sicherheit der Track sein, der sich am ehesten als Anspieltipp eignet.

„Starforger“ variiert zwar immer wieder geschickt zwischen das Tempo, doch trotz guter Ansätze fehlt auch diesem Song das gewisse Etwas. „The Cosmic Ash“ kokettiert unverhohlen mit der britischen Stahlschmiede zu Beginn der achtziger Jahre, während „Stallion Of Sky And Seas“ seiner forschen Grundausrichtung zusätzlich einige epische Elemente hinzufügt.

Grundsätzlich ist der Ansatz, den FATE’S HAND hier verfolgen, nicht verkehrt, aber in Sachen Umsetzung ist sowohl produktionstechnisch als auch songwriterisch noch reichlich Potential nach oben. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Von mir gibt es 5 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. The Quest Spirit
  2. Fount Of All Waters
  3. Woven In Space And Time
  4. In The Draugr Deeps
  5. Fire Reigns Once More
  6. Starforger
  7. The Cosmic Ash
  8. Stallion Of Sky And Seas

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