Fable – Long Hath The Night Dwelt

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Geschrieben von: Klaus S.
Band: Fable
Album: Long Hath The Night Dwelt (EP)
Genre: Hard Rock
Plattenfirma: Dying Victims Productions
Veröffentlichung: 22.05.2026

FABLE begann ursprünglich als Soloprojekt von José Soler und ließ sich vor allem von den Klängen der 70er und 80er Jahre inspirieren, mit Referenzen wie Thin Lizzy, Whitesnake und Pagan Altar. Gleichzeitig fließen Elemente des Old-School-US-Metal ein. Die hier vorliegende EP „Long Hath The Night Dwelt“ stellt das Debüt der spanischen Formation dar.

Nach dem gesprochenen, für meinen Geschmack ziemlich überflüssigen Intro „Prelude“ folgt mit „The Owl“ der erste „echte“ Song dieses Mini-Albums. Von einem schwungvollen Beat angetrieben frönen die Spanier den glorreichen Zeiten ihrer Helden, was durch die Produktion noch zusätzlich unterstrichen wird. Die Melodielinien gehen recht gut ins Ohr und so mancher Gitarrenlauf lässt durchaus an Thin Lizzy denken. „The Oak“ verschärft das Tempo und punktet vor allem dank der exquisiten, ausgiebigen Qualitäten der Saitenarbeit José Solers.

Das Instrumental „The Funeral – March To The Black Mountain“ beginnt recht verhalten mit einigen verträumt wirkenden Gitarrenklängen, bevor der Track dann doch noch Fahrt aufnimmt und den Hörer trotz fehlender Lyrics gut bei Laune hält. Auch „The Moon“ steigert die Intensität allmählich, wobei die Nummer über verschlepptes Midtempo nicht hinauskommt. Auch wenn das Stück nicht unbedingt mit den größten Hooks aufwartet, muss man den Song auf musikalischer Ebene durchaus loben, denn ehrlich gesagt finde ich den recht umfangreichen Instrumental-Part gelungener als zuvor mit Gesang.

Was also bleibt als Fazit zu „Long Hath The Night Dwelt“? Nun, mit FABLE geht eine weitere Band an den Start, die einen Retro/nostalgischen Ansatz wählt und diesen grundsätzlich auch gut umzusetzen weiß. Zwar enthält das Teil keinen „Hit“, versprüht aber vielversprechende Ansätze, die sich womöglich erst auf einem ersten Longplayer so richtig entfalten. Bis dahin sind Anhänger dieser Spielart gerne aufgerufen, FABLE einmal anzutesten.

Von mir gibt es 6,5 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. Prelude
  2. The Owl
  3. The Oak
  4. The Funeral – March To The Black Mountain
  5. The Moon

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