
© Eye Of Melian
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Eye Of Melian
Album: Forest Of Forgetting
Genre: Symphonic Movie Score
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 20.02.2026
EYE OF MELIAN ist das Projekt des niederländischen Songwriters und Produzenten Martijn Westerholt, bekannt für sein Mitwirken bei Delain und ehemals Within Temptation. Neben seiner Tätigkeit als Hauptsongwriter von Delain suchte Martijn nach einem Ventil, um opulente, orchestrale Fantasy-Musik zu erschaffen. 2017 tat er sich mit der amerikanischen Texterin Robin La Joy zusammen, einer lebenslangen Fantasy-Enthusiastin, die viel Zeit mit Büchern verbringt, insbesondere mit den Werken von Tolkien. Ihre gemeinsame Leidenschaft für Fantasy-inspirierte Musik führte zur Gründung von EYE OF MELIAN. Zudem holte er sich die finnische Sängerin Johanna Kurkela mit an Bord, die man von ihrem Mitwirken bei Auri, der Zweit-Band ihres Mannes Tuomas Holopainen (Nightwish), her kennt.
Wer irgendwie auf eine Art Light-Version von Westerholts eigentlichem Betätigungsfeld gehofft hat, der dürfte enttäuscht werden, denn Gitarren, Bass und Drums sucht man hier vergebens. Der Sound von EYE OF MERIAN ist rein Orchestral angelegt und klingt, als ob man Enya in eine Welt aus Tolkien (daher auch der Bandname), Disney und anderen Fantasy Welten befördert und dafür den passenden Soundtrack geschrieben hätte. Entsprechend vielschichtig, opulent und gleichzeitig an manchen Stellen zerbrechlich wirkend sind die Songs aufgefallen, und über allem thront der glasklare Gesang von Johanne Kurkela, der teils engelsgleich die erschaffenen Klangwelten untermalt.
Daraus folgt zwangsläufig, dass „Forest Of Everything“ – die zweite Scheibe der Band – kein Album zum Nebenher-hören ist. Vielmehr sollte man sich die Zeit und Ruhe gönnen und dieses Werk einfach nur genießen – wenn man denn dieser Art der Musik wohlwollend gegenübersteht. Wer jedoch wie ich irgendwie den Rock/Metal Charakter vermisst, der dürfte möglicherweise nicht so recht auf seine Kosten kommen, zumal sich mit der Zeit ein gewisses Gefühl der Wiederholung und Einheitlichkeit einstellt. Daran ändern auch die Gastbeiträge von Patty Gurdy und Troy Donockley (Nightwish, Auri) nichts.
Am interessantesten dürfte aus Metaller Sicht die Schlussnummer „Tears Of The Dragon“ sein, handelt es sich hier doch um eine Cover Version des Bruce Dicksinson Solo-Tracks vom „Balls To Picasso“-Album. Man kann über solche Cover immer geteilter Meinung sein, aber der Band ist es eindrucksvoll gelungen, dieses kraftvolle Stück in ihren eigenen Klangkosmos zu transferieren und mit den übrigen Songs zu harmonieren.
Ich sag mal so, wer auf die Art von Musik steht, dürfte an „Forest Of Forgetting“ zweifelsfrei Gefallen finden, bei allen anderen – und dazu zähle ich mich auch – dürfte das Album aus den genannten Gründen nicht allzu große nachhaltige Begeisterung auslösen.
Von mir gibt es 5 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- Of Willows And Shadows
- Symphonia Arcana
- Child Of Twilight
- Elixir Of Night (feat. Patty Gurdy And Troy Donockley)
- Blackthorn Winter
- Lady Of Light
- Dawn Of Avatars (feat. Patty Gurdy And Troy Donockley)
- Forest Of Forgetting
- The Buried Well
- The Mirror
- Nepenthe
- Tears Of The Dragon
Mehr Infos:
WEBSITE
FACEBOOK
INSTAGRAM
BANDCAMP
YOUTUBE
















