
© Executionist
Geschrieben von: Stefan Lorenzen
Band: Executionist
Album: Sacrament of the Sick
Genre: Death/Thrash Metal
Plattenfirma: Independent
Veröffentlichung: 16.05.2025
Heute gibt es mal wieder rohen und dreckigen Thrash Metal aus den Staaten auf die Ohren. Mit dem Intro „Ultionum“ ahnt man schon in welche Richtung die folgenden Songs gehen. Denn beim folgenden „Edge of Annihilation“ gibt es direkt Futter für die Matte. Sägender Riff und Double Bass Drumming mitten ins Gesicht. Der Sänger schreit sich die Seele aus dem Leib. Erinnert mich entfernt an die Stimme von Andreas Mozer, seines Zeichens Drummer und Sänger von TRAITOR.
Als Nächstes wartet ein echtes Monster. Um genauer zu sein ein 7-minütiges Monster namens „Wheels of War“. Hier wechseln sich groovige Riffs mit messerscharfen Attacken ab. Da bleibt kein Auge trocken. Und der Refrain mit „Wheels… Wheels….“ lädt direkt zum mitgröhlen ein. So richtig „kotzt“ sich Sänger und Drummer Tristan Ash bei „Divided we stand… United we Fall“ aus. Der Song hat teils die ersten Death Metal Züge.
Beim folgenden „Thy Kingdom come“ ist das Gaspedal der Riffs schon durch das Bodenblech gedrückt. Zur Überraschung enthält der Song im Mittelteil einen Part der mit akustischen Gitarren gespielt wird. „Palace of Kings“ schiebt wieder ordentlich und zeigt einem an welchen Bands sich die Amerikaner orientieren. Während des gesamten Durchlaufs kann man immer wieder parallelen mit Kreator oder Children of Bodom feststellen. Auch hier schleicht sich wieder ein Part, in Form von „Fight… Fight… Fight“ ein, der wunderbar mitgegröhlt werden kann. Teils wird der Riff etwas orientalisch.
Den vorletzten Akt bildet der Titelsong „Sacrament of the Sick“. Man hört Regen und vernimmt eine unheilvolle Glocke. Danach setzt eine akustische Gitarre ein. Doch dieses ist nur ein kurzes Zwischenspiel. Keine 10 Sekunden später setzt ein alleszerfetzender Riff ein und endet in einem „Stop and Go“ Thema das die Nackenmuskulatur ordentlich strapazieren lässt. Mit „Coup de Grâce“ wird der sprichwörtliche Gnadenstoß versetzt. Hier wird noch einmal alles aufgefahren und ordentlich den verschiedenen Genres gefrönt.
Wer auf Bands wie Kreator, Children of Bodom oder teils In Flames steht, sollte unbedingt mal ein Ohr riskieren. Als deutsches Pondon fällt nicht nur Anhand des singenden Drummers einem sofort TRAITOR ein. Von mir gibt es 7 von 10 Hellfire-Punkten.
Tracklist:
01 Ultionum
02 Edge of Annihilation
03 Wheels of War
04 Serrated Shadows
05 Divided we Stand … United we Fall
06 Thy Kingdom come
07 Strange Aeons
08 Palace of Kings
09 Sacrament of the Sick
10 Coup de Grâce
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