Eradicator – Alive In The Dead Eye Of The Vortex (Live)

© Alive In The Dead Eye Of The Vortex

 

Geschrieben von Helgvar Sven Mánfreðson
Band: Eradicator
Album: Alive In The Dead Eye Of The Vortex (Live)
Genre: Thrash Metal
Plattenfirma: Metalville
Veröffentlichung: 21.11.2025

 

Seit dem Debütalbum  „The Atomic Blast“ aus dem Jahre 2009 der Thrasher um Eradicator aus Nordrhein-Westfalen blieb die Zeit bis heute nicht ungenutzt und so erschienen vier weitere Studioalben und erblickten folgend das Licht der Welt. Das Letzte erschien im Jahre 2024 und war getauft worden auf „The Paradox„. In diesem Jahr auch und genauer geschrieben im Oktober, wurde gemeinsam mit dem Siegener Vortex das „Evil Twisted Metal Feast“ ins Leben gerufen und der dortige Auftritt Ton lastig für die erste Live-Veröffentlichung festgehalten, die vor drei Tagen erschien. Nun schauen bzw. hören wir mal, also Headset auf und los geht’s.

Possessed By The Devil“ entlässt Naturgeräusche und eine bekannt klangliche Eröffnung aus Star Wars, um dann mit Explosion die thrashige Reise aufzunehmen. Im folgenden geht es schnurstracks und geradlinig und das mit feine Riffs gedüngt vorwärts, während Sebastian Stöber seine mit einem wiedererkennungswert ausgestattete Stimme ins Mikrofon presst und die 6-Saiter schön malträtiert werden. So kann die Thrash-Metal-Live Reise weitergehen und das alles fein ummantelt mit einem perfekten Sound. „Of Ashes And Sand“ bietet alles was die Schießbude inklusive der Double-Bass so hergibt (..zumindest aus meiner Sicht..), ein extremer Druck im Gesamtbild, unterschiedliche Geschwindigkeiten und die kleinen Live-Momente runden das Ganze ab. (…Siegen seit ihr gut drauf?..). „Beyond The Shadows Void“ gibt akustischen Momenten den Raum sich zu präsentieren, man findet mit allen zusammen und schwer stampfend wir der Weg geführt. Trotz alledem ist man hier teilweise „entspannter“ in Sachen Geschwindigkeit als die Vorgänger aber nicht minder druckvoll unterwegs.

Jackals To Chains“ zieht hoch und ab geht die Post. Der Song gibt mir genau das was ich an dauerhafter und schrampfender Geradlinigkeit in diesem Genre so mag. Die kleinen Unterbrechungen sehe ich als Findung, im gesamten überwiegt die frontale Vorgehensweise, die beiden Gitarreros brillieren zusätzlich und alles körperliche kann geschüttelt werden. „Into Oblivion“ schwingt sich ein und geht im mittleren Tempo seiner Wege, den er dann ab der Mitte auch mal verlässt und sich danach wieder auf das vorhergehend Gespielte zurückbesinnt. „Perpetual Sacrifice“ gibt mir anfänglich einen Hauch Iron Maiden der alten Tage, der aber von kurzer Dauer ist. Danach wird dem eigenen Genre wieder schnell gespielt gehuldigt, alles greift ineinander und wird qualitativ präsentiert. „Evil Twisted Mind“ ist wohl der älteste hier vertretende Track, denn mittlerweile ist er im Teeny – Alter angekommen. Dieses spürt man förmlich, denn er tobt sich ordentlich aus, hat aber auch die groovigen Sachen zum wechseln mit eingepackt.

Kill Cloud“ gibt andere und interessant spielerische Klänge von sich und reitet mal schwer, mal geradeaus in einem Gewand, dass ihnen auch gut zu Gesicht steht. Ich verspüre einen wenig Stoner-Rock, ein wenig Heavy-Metal und weitere Zutaten, die wie passend zur kommenden Weihnachtszeit alles zu einer schmackhaften Zutat vereinigen. „Baptized In Blood“ spielt anfänglich mit dem Publikum und hat verschiedene Rhythmen mitgebracht, sodass es mal intensiver und mal grooviger wird und man sich entsprechend ausgesucht bewegen kann. Nachdem sich „ausgeruht“ wurde, betritt „The Paradox“ die Bühne und geht energiegeladen im thrashigen Modus mit Double-Bass hörbaren Attacken durch mein Headset. Gesanglich geht es mal rauf, mal boshaft runter und auf einer Linie bleibend, sodass auch hier eine Breite vorgezeigt wird. Ab der Mitte wird es spielend ruhiger mit hörbar gutem Bass, man könnte fast eng umschlungen den Tönen frönen aber dies sollte schnell passieren, denn diese Phase ist von kurzer Dauer.

Last but not least in Siegen ist „Read Between The Lies“ an der Reihe. Dieser tanzt nicht aus selbiger sondern hat einen guten Schuss Rock ’n Roll mitgebracht, der erweitert wird durch schnelleres. Kraftvoll wird das Gespielte unter dem Publikum verteilt nicht zuletzt durch die Maschine hinter der Schießbude Jan-Peter Stöber, dem Bruder des Sängers. Von mir gibt es für alles 8,5 von 10 Hellfire-Punkten.

 

Tracklist:

1 Possessed By The Devil
2 Of Ashes And Sand
3 Beyond The Shadows Void
4 Jackals To Chains
5 Into Oblivion
6 Perpetual Sacrifice
7 Evil Twisted Mind
8 Kill Cloud
9 Baptized In Blood
10 The Paradox
11 Read Between The Lies

 

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