Embryonic Slumber – In worship our blood is buried

© Embryonic Slumber

 

Geschrieben von Marco Gräff
Band: Embryonic Slumber
Album: In worship our blood is buried
Genre: Atmospheric Black Metal / Doom / Ambient
Plattenfirma: Werewolf Records
Veröffentlichung: 19.03.2021

 

Mit IN WORSHIP OUR BLOOD IS BURIED legt uns das finnische Duo EMBRYONIC SLUMBER sein Debütalbum vor. Die beiden Köpfe hinter der Band sind keine wirklichen Neulinge, verdingten sich bereits im Underground ihre Sporen in Bands wie ‘Vargrav’, ‘Druadan Forest’, bzw. ‘Sargeist’ und ‘Desolate Shrine’. Nun also werden neue Wege eingeschlagen.

Inklusive Bonustrack beinhaltet das Album sechs Songs. Im Ganzen gesehen, bzw. gehört, wirkt es zumindest musikalisch als ein Stück, wenn es wohl auch kein gewolltes Konzeptalbum darstellen soll. Man ist stets auf viel Atmosphäre bedacht, pure Black Metal Raserei sucht man hier vergebens. Es gibt zwar ein offizielles Intro, doch auch den Longtracks Unwavering flame, Mortify your servant und An oath of devotion haben je ihr eigenes, jeweils unterschiedlich geartetes Intro.

Viel Ambient findet sich unter den Stücken, das Intro gar dürfte man komplett dazu zählen. Aber auch (Funeral) Doom spielt eine große Rolle in den Kompositionen. Wie gesagt, das Tempo läuft nicht am Anschlag. Eher gezügelt, sehr atmosphärisch und emotional geladen. Keyboards sorgen für die nötige Stimmung. Teilweise wie vertonte schwarze Messen kommen einen die Stücke vor. Rituell und geheimnisvoll.

Sieht man mal von den kurzen “Zwischenspielen” Intro… und Seven streams of Sidonay ab, bieten die drei “richtigen” Songs durchaus spannende Momente und Hörgenuss. Gesanglich bin ich ob der emotionalen, oft herzzerreißenden, unter die Haut gehenden Screams, sehr oft an JJ von ‘Harakiri for the Sky’ und ‘Karg’ erinnert. Das ist schon sehr packend. Ansonsten wird viel gesprochen oder typisch im knarzigen Stil gebrülllt.

Auch wenn es anfangs etwas schwer fällt dieses Werk zu hören, auf Grund seiner “Hörspielcharakteristik”, bzw. an vertonte rituelle Messen erinnernd, gibt es mit Mortify your servant einen durchaus hitverdächtigen Song, der besonders hervorsticht. Schon fast episch und bis zum Anschlag emotional kriecht die Nummer unter die Haut. Finnische Melancholie tiefschwarz verpackt.

Je nach Albumversion gibt es zum Abschluss noch einen Bonus Track, der aber nicht in die Bewertung einfließen soll. Keine Ahnung wieso, aber I am the storm ist ein Dark Elektro / Industrial Stampfer, der zwar nicht schlecht ist, aber ganz und gar nicht ins Konzept passen will. Was uns die beiden damit sagen wollen? Keine Ahnung.

Ohne diese Nummer ist IN WORSHIP OUR BLOOD IS BURIED, was demnächst dann auch auf Vinyl veröffentlicht werden soll, durchaus eine spannende Erfahrung. Wer also auf experimentellen Black Metal steht, Ambient und Blackend Doom, der wird am Debüt von EMBRYONIC SLUMBER seine helle Freude haben. Das Album ist gewiss nicht langweilig, aber doch schon sehr speziell in seiner Art und Weise. Sollte man auf jeden Fall aber mal gehört haben.

von mir gibt es 7,5 von 10 Hellfire-Punkten

 

Tracks:

  1. Intro – Blood, Dust and Twelve Thrones [3:21]
  2. Unwavering Flame [10:41]
  3. Seven Streams of Sidonay [3:34]
  4. Mortify Your Servant [9:42]
  5. An Oath of Devotion [11:25]
  6. I Am The Storm (bonus track) [4:49]

 

Line Up:

V-Khaoz
Hellwind Inferion

 

Weitere Infos:

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Bandcamp

 

 

 

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