Embrace our Souls – The Battle of the Dead

© Embrace our Souls

 

Geschrieben von: Bernd Kröninger   
Band: Embrace our Souls
Album: The Battle of the Dead 
Genre: Symphonic Power Metal
Plattenfirma: Rockshots Records 
Veröffentlichung: 22.05.2026

 

Italien meldet sich mal wieder mit einem neuen Werk der Band „Embrace our Souls“. Viel habe ich seit Gründung 2019 noch nicht gehört. Nach ihrem Debut 2021 („The Number of Destiny“) und 2024 („Forever Part of Me“), folgt das dritte Album „The Battle of the Dead“. Mit Martina Mazzeo (voc) und Giacomo Rossi (voc) erleben wir ein Gesangsduo, das sich stimmlich gegenseitig anspornt. Wie sich diese Stimmlagen einbringen, hören wir uns gerne an.

Und die Band steigt gleich voll ein. „The Battle of the Dead“ stürmt wie eine Flutwelle über uns herein. Ein Intro das einer Oper gleichkommt, überrascht gleich zu Beginn. Es dauert nicht lange, bis sich die beiden Stimmen kraftvoll melden, und den Instrumenten „Paroli“ bieten. Eben ein Kampf zwischen Leben und Tod.  

Episches Klangbild lässt „Eversun“ folgen. Hier finden klarere, hellere Töne (2:30) einen Rhythmus, der sich von der brutalen, hektischen Notenfolge distanziert. Martina gibt dem Ganzen mit ihrer kristallklaren Voice zusätzlich Nahrung (3:20). Kurze Breaks mit rhythmischen Wendungen beleben den Song. „The Plague“ wird zum Start durch die Drums angezählt. Melodisch, eingängig rast der Song durch die Rille, scheint sein Tempo kaum drosseln zu können. Für diese Tempostornierung sorgt ein weiteres Mal Martina (2:10) mit ihrer Sopranstimme.

Dramatischer vom Gesang sticht „The Gathering“ hervor. Friggelnd starke Soli inbegriffen, eine Metal Hymne. Beinahe musikalisch kollabierend rasant fegt „Spine“ in unsere Gehörgänge. Wer kann uns retten fragen sie in „Who can save Us“ . Wovor stell sich mir die Frage. Vor der explodierenden Energie? Vor der emotionalen Voice? (1:43). Und endlich muss ich sagen, erleben wir „Betrayal“ mit düsteren, schweren Klängen. Drums, die ohne Unterlass Becken und Felle bearbeiten, Gitarren, die durch ihr stürmisches Saitenspiel sich scheinbar selbst überflügeln wollen. Nicht zu vergessen Martinas stimmliche Dramaturgie.

Ein „vokalistisches“ Drama lässt „The Dark Lord“ (ups, Harry Potter?) zu einem Feuerwerk expandieren. So es nun in den Krieg geht („The War“), rücken Bassstrukturen, gigantisches Keyboard und romantische Streicher in den Vordergrund. Aufwühlend, wenn nicht sogar theatralisch macht „Sacrifice“ auf sich aufmerksam. Das „Opfer“ wird durch das Keyboard sehr sakral (2:44) dargestellt. Opernhaft mit einem feinen Touch „Starwars“ in Martinas Voice werden wir in „Desolate Lands“ geführt. Heroischer Abschluss einer hörenswerten Komposition. 

Fazit: Für Fans von Nightwish oder Dragonforce ist diese Scheibe ein MUß! „Troppo bello“ darf man da sagen. Ein richtig fettes Brett, weil sie es verstehen aus rasant schnellem Tempo in ein Opern Takt zu wechseln. Durch ihre Kreativität wirkt das Album nicht langweilig, nicht öde. Die relativ kurzen Stücke liefern zusammen ein geniales Werk ab. Keine Neuerfindung des Genres, aber eine verdammt gute Bereicherung. 8 von 10 Hellfire Punkten.  

 

Tracklist:

01- The Battle of the Dead
02- Eversun
03- The Plague
04- The Gathering
05- Spine
06- Who can save us
07- Betrayal
08- The dark Lord 
09- The War
10- Sacrifice
11- Desolate Lands  

 

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