Element of Fate – Dreamfall

© Element of Fate

 

Geschrieben von: Bernd Kröninger   
Band: Element of Fate
Album: Dreamfall 
Genre: Melodic / Symphonic Metal  
Plattenfirma: Bravemusic
Veröffentlichung: 27.07.2026

 

2022 gründete sich in Washington D.C. das Duo „Element of Fate“. Die musikalische Ausrichtung von Carol Philipps (voc) und Scott Loose (all Instruments) war schnell gefunden. Es sollte symphonischer Heavy Metal sein. Also begannen sie von 2022 bis einschließlich 2025 einige Singles auf den Markt zu bringen. „Dreamfall“, die Single aus 2023 trägt nun den Albumtitel ihres Debuts. 32:25 Minuten Spielzeit verteilen sich auf 6 Tracks. 

Da werden wir gleich mit einer wahren Salve an Drumschlägen im Opener „Alone in the Dark“. Da vergeht die Angst im Dunklen. Und was eine Hammer Voice, die uns da entgegengeworfen wird. Von der Ausdrucksstärke mit Doro zu vergleichen. Eine aufbauende Rhythmik mit düsteren Klängen des Keyboards, locken die schweren Riffs aus der Dunkelheit hervor. Ein Knaller Opener! 

„Shadow Self“ strotzt nur so von bemerkenswerten Sequenzen, Elementen. Aggression, Wut aber auch versöhnliches lässt Carol ihren Stimmbändern Ausdruck geben. Schleudert sie ihre vokaler Energie wie ein Vulkan heraus, so flüstert sie im nächsten Moment, wechselt gekonnt zwischen düsteren und hellen Passagen. So zeigt sie ihre opernhafte ruhige Stimmlage im Track „Night Winds“. Fast wie eine Erzählerin im Kreis ihrer Zuhörer betont sie die einzelnen Sequenzen. Keyboard und Gitarre passen sich diesem Fluss an, dienen als Untermalung. In dem 8-minütigen Opus wechselt dramatisches (3:12) schnell in Melancholie (3:28). Die Mystik, die ab hier entsteht, lässt vor Deinem Auge eine suchende Person durch die Nacht laufen.  

Der Albumtitel unterscheidet sich von der vorherigen „kleinen Oper“ extrem. Doomig mit einem schweren Riff und der finsteren Voice empfängt uns „Dreamfall“. Theatralisch vorgetragen und fordernd zugleich (..„take back control“..). Rhythmisch minimal langsamer ohne als gewöhnliche Ballade zu klingen. „Whispering Tree“ ist alles andere als ein flüsternder Baum. Carol lässt den Hund von der Leine. Zieht ihre stimmlichen Register für alle tiefen und hohen Töne.

Den Closer bildet „Firebird“. Der Feuervogel verschmilzt melodisches und progressives miteinander. Wobei klare Gesangsstrukturen den Großteil des Songs bestimmen. Sphärisch wird es ab 2:44, wonach Carol unerwartet mit engelsgleicher Voice begeistert.  

Fazit: Kurz gesagt: diese Scheibe hat alles was man braucht um abzurocken. Jeder Track hat seinen eigenen Reiz. Ein Muss für jeden Metalhead. Die Zeit beim Hören des Werkes verfliegt so schnell, dass man die Scheibe nochmal auflegen muss! Viele Stimmen dieses Genres habe ich gehört, genossen. Diese hier aber scheint eine wahre Ausnahme zu sein. 8,5 von 10 Hellfire Punkten. 

 

Tracklist:

01- Alone in the Dark
02- Shadow Self
03- Night Winds
04- Dreamfall
05- Whispering Tree
06- Firebird

 

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