
© Edenbridge
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Edenbridge
Album: Set The Dark On Fire
Genre: Symphonic Metal
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 16.01.2026
Mit ihrem zwölften Studioalbum „Set The Dark On Fire“ wollen EDENBRIDGE neue Soundwelten erobern, ohne dabei ihre bewährten Trademarks zu verlassen. Verantwortlich dafür ist vor allem ein deutlich härterer Grundsound, der perfekt mit der lyrischen und visuellen Ausrichtung des österreichischen Quintetts um Sängerin Sabine Edelsbacher und Komponist/Gitarrist/Keyboarder Lanvall harmoniert. Lanvall: „Mit „Set The Dark On Fire“ bleiben wir uns stilistisch absolut treu, haben aber – in Zusammenarbeit mit unserem langjährigen Mixing- & Mastering-Engineer Karl Groom (Threshold) – an einigen wichtigen Stellschrauben im Gitarren/Bass/Schlagzeugbereich gedreht. Das Ergebnis ist unser energetischstes und härtestes Album bislang. Gleichzeitig sorgt Karl wie gewohnt für einen kristallklaren Mix, der jedes Detail transparent zur Geltung bringt.“
Das über sechsminütige „The Ghostship Diaries“ eröffnet das Album mit einer (weitestgehend) ordentlichen Portion Energie sowie ausdrucksstarkem wie harmonischem Gesang – also eigentlich alles wie gehabt. Für mich, der ich die Band längere Zeit nicht mehr aktiv verfolgt habe, agieren die symphonischen Elemente etwas überraschend recht zurückhaltend, und auch mit dem melancholischen, fast schon doomigen Ausklang war so nicht zu rechnen. „Cosmic Empire“ geht da schon wesentlich kompakter und direkter vor und könnte dank seiner Harmonien beinahe so etwas wie einen Radio-Anwärter abgeben, wenn da nicht der etwas sperrig wirkende Orchester Part in der Songmitte wäre.
Auf „Where The Wild Things Are“ gesellen sich einige Folk Elemente hinzu, was der Nummer eine gewisse Leichtigkeit verleiht. Nach der instrumentalen Überleitung „Tears Of The Prophets“ folgt mit „Our Place Among The Stars“ eine Mischung aus getragenem Metal Song und Power Ballade, die dem Hörer nach dem kraftvollen Auftakt die Möglichkeit zum Durchschnaufen verschafft. „Set The Dark On Fire“ legt dann wieder eine ordentliche Schippe Tempo drauf, zudem verfügt der Song über einen nur schwer zu fassendem Groove und auch die Hookline benötigt ein paar Anläufe, um ihre wahre Pracht zu entfalten.
Konnte sich „Our Place Among The Stars“ noch nicht so recht entscheiden, ob es eine Ballade sein wollte oder nicht, so erfüllt „Bonded By The Light“ die Kriterien definitiv. Dank der emotionalen Tiefe sowie der Orchestrierung könnte man sich das Stück hervorragend als Titeltrack für einen Hollywood-Blockbuster vorstellen. Sowohl die kurze Einleitung „Divine Dawn Reveal“ als auch das nahtlos übergehende „Lighthouse“ kommen mit orientalischem Flair daher, zudem erweist sich letztgenannte Nummer mit seinen eher stampfenden Riffs kantiger als angenommen.
Die Krönung des Albums folgt in Form des dreizehnminütigen Schlussakts „Spark Of The Everflame“, welches in vier Teile untergliedert ist. Dabei ziehen die Österreicher nicht nur sämtliche Register ihres Klang-Kosmos, hier treffen druckvolle Riffs, raumgreifende Gitarrensoli und opulente, symphonische Orchesterarrangements auf ungewöhnliche, im Metal selten eingesetzte Saiteninstrumente wie Hackbrett, Swarmandal, Monochord und elektrische Sitar.
Wie von Lanvall eingangs erwähnt bleiben EDENBRIDGE auf „Set The Dark On Fire“ ihrem Stil grundsätzlich treu und beschränken sich darauf, diesen um einige Nuancen zu verfeinern, womit nicht nur die langjährigen Fans zufrieden gestellt werden, sondern auch der Status der Band als eine der führenden Genre-Vertretern untermauert werden dürfte.
Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- The Ghosthip Diaries
- Cosmic Embrace
- Where The Wild Things Are
- Tears Of The Prophets
- Our Place Among The Stars
- Set The Dark On Fire
- Bonded By The Light
- Divine Dawn Reveal
- Lighthouse
- Spark Of The Everflame – Let Time Begin
- Spark Of The Everflame – The Winding Road To Evermore
- Spark Of The Everflame – Per Aspera Ad Astra
- Spark Of The Everflame – Where It Ends, Is Where It Starts
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