Dreamseeker – A Trigger In Time: Part I

© Dreamseeker

Geschrieben von: Klaus S.
Band: Dreamseeker
Album: A Trigger In Time: Part I
Genre: Symphonic Power Metal
Plattenfirma: Independent
Veröffentlichung: 25.09.2026

DREAMSEEKER ist ein in Schweden ansässiges Symphonic-Power-Metal-Projekt, das von Johannes „Skyblazer“ Frykholm (Fairyland, Palantír, Blazon Stone, ex-Symphonity) gegründet wurde. „A Trigger In Time: Part I“ ist der erste Longplayer dieses Projekts, das sich sowohl textlich als auch thematisch von den Elementen und Charakteren des Videospiels „Chrono Trigger“ aus dem Jahr 1995 inspirieren lässt. Dieses handelt von dem Protagonisten Chrono und seinen Freunden, die durch die Zeit reisen, um die Zukunft vor einem außerirdischen Parasiten namens Lavos zu retten. Im Laufe des Spiels schließen sich ihnen dabei Charaktere aus verschiedenen Epochen an.

Zur Umsetzung des Konzepts hat sich Johannes Frykholm zahlreiche Musiker eingeladen, u.a. sind Jack L. Stroem (Vandor), Anders Sköld (Veonity), Dejana Garčević (Claymorean), Mike Livas (Silent Winter), Fabio Garau (Grimgotts), Elias Holmlid (Dragonland), Cederick Forsberg (Blazon Stone), Vide Bjerde (Vandor), Samuel Lundström (Veonity) und Fredrik E. Enochson (Palantir, Skyblazer), um nur einige zu nennen, vertreten.

Nach dem Spieluhr-artigen Intro „Intuition“ geht es mit „Journey Through Time“ sofort schwungvoll los, in bester Avantasia Manier liefern sich männliche und weibliche Vocals ein Duett mit toller Hookline, und der Instrumental-Teil in der Songmitte dürfte auch ansatzweise für Prog Fans interessant sein, lediglich der (programmierte?) Drum Sound wirkt ein wenig dünn. „Medieval Mystery“ bringt seinem Titel entsprechend eine folkige Melodie mit ein, ansonsten ist der Chorus ebenso ziemlich großes Kino wie der Solo-Part.

„Trial“ legt in Sachen Geschwindigkeit noch ein paar Kohlen oben drauf und weist eine nicht zu leugnende Affinität zu diversen italienischen Power Metal Kapellen auf. „Beyond The Apocalypse“ startet zunächst atmosphärisch, entwickelt sich dann zu einem eher schleppend verlaufenden Track und operiert ab der zweiten Strophe in gewohnten Metal-Gewässern, gekrönt von einem bemerkenswerten Keyboard Solo. „Escaping The Future“ knüpft partiell an „Trial“ an, wobei die Melodielinien hier fast schon poppige Züge haben.

„The Edge Of Eternity“ ist eine Akustik Nummer im Blind Guardian Stil, die meiner Meinung nach allerdings nicht ganz das Level der vorherigen Tracks zu halten vermag. Beim folgenden „Return Of The Hero“ kommen mir unweigerlich Sonata Arctica in den Sinn, womit eigentlich alles über den epischen Refrain gesagt sein dürfte. „Dreamstone“ besticht zunächst durch seine eigenwillige Rhythmik, ab dem zweiten Chorus nimmt der Song dann Fahrt auf und liefert gewohnt eingängige Melodien ab.

„Legendary Sword“ erinnert nicht nur vom Titel her an Rhapsody, auch die Arrangements sowie die fetten Chöre hätten genauso gut von den Südeuropäern stammen können. Herzstücks des Albums ist das knapp elfminütige „Inside The Masters Keep“, das nicht nur mit den wohl theatralischsten Gesangsdarbietungen aufwartet, sondern auch sonst sämtliche Register des DREAMSEEKER Sound-Kosmos zieht. Das abschließende „The Dark Prophecy Begins…“ knüpft an den Beginn des Albums („Journey Through Time“) an und punktet durch die vielfältigen Gesangsleistungen der beteiligten Gastmusiker.

„A Trigger In Time: Part I“ ist nicht die erste Metal Oper und wird mit Sicherheit auch nicht die letzte sein. Dennoch darf man Johannes „Skyblazer“ Frykholm zu seinem DREAMSEEKER-Projekt nur gratulieren, denn ungeachtet der Storyline wurden die Songs mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet und der illustren Gästeschar wie auf den Leib komponiert. Wer sich für Bands wie Avantasia, Rhapsody oder Marco Garau’s Magic Opera erwärmen kann, ist hier bestens aufgehoben.

Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. Intuition – 1:20
  2. Journey Through Time – 5:50
  3. Medieval Mystery – 4:28
  4. Trial – 3:50
  5. Beyond The Apocalypse – 5:54
  6. Escaping The Future – 3:31
  7. The Edge Of Eternity – 3:10
  8. Return Of The Hero – 4:32
  9. Dreamstone – 4:42
  10. Legendary Sword – 6:13
  11. Inside The Masters Keep – 10:48
  12. The Dark Prophecy Begins… – 5:48

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