
© Dragonsfire
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Dragonsfire
Album: Rebirth Of The Beast
Genre: Power Metal
Plattenfirma: Metalpolis Records
Veröffentlichung: 29.08.2025
Zwanzig Jahre nach ihrer Gründung und satte fünfzehn Jahre nach dem letzten Studioalbum melden sich DRAGONSFIRE lautstark zurück. Mit ihrem neuen, von Rolf Munkes (Crematory) produzierten Werk „Rebirth Of The Beast“ will die hessische Heavy-Metal-Institution beweisen, dass sie nichts von ihrer Wucht, Leidenschaft und Klasse eingebüßt hat.
Sollte es beim Bandnamen noch nicht Klick gemacht haben, dürfte spätestens mit Blick auf das Cover klar werden, welche Art von Hartwurstmucke hier gespielt wird: lupenreiner Power Metal, True As Fuck und Keyboard & Balladen-frei. Und wenn man schon so schön dabei ist, sämtliche Klischees zu erfüllen, kann man sich textlich auch getrost mal des Manowar-Lyric-Generators bedienen – wobei ich trotz aller Drachen, Feuer, Schlachten etc. fast schon erstaunt bin, wie selten die Worte „Dragon“ und „War“ in den Songtiteln vorkommen.
Bevor jetzt aber der Verdacht aufkommt, „Rebirth Of The Beast“ tauge lediglich als leblose Persiflage auf altgediente Genre Recken, kann ich diesen angesichts des viel Spielfreude verbreitenden Materials direkt wieder in seine Drachenhöhle wegsperren. DRAGONSFIRE ziehen ihr Ding mit brutaler Effizienz durch, fast immer hohes Tempo, fette Riffs, hämmernde Drums, ein gut aufgelegter Sänger, der mich besonders in höheren Lagen ein wenig an Joacim Cans (HammerFall) erinnert, und ausgefeilte Hooks, die ihre Wirkung nicht verfehlen. Da dürfte so manche Pommesgabel vor Freude ihre Reise gen Himmel antreten.
Wie so häufig bereitet das gleichbleibend hohe Niveau der Scheibe Probleme, einzelne Songs herauszupicken. Aber die Über-Hymne „Charge Ahead“, das aufgrund seines balladesken Beginns recht episch wirkende „A Portal To Escape“ sowie der finale Dampfhammer „Dragons Never Surrender“ sollten zumindest nicht unerwähnt bleiben. Und beim Komponieren des Party-Bonus-Tracks „Cider Victims“ dürfte ein im Hessenland exzessiv kosumiertes alkoholisches Getränk aus vergorenem Apfelsaft einen maßgebenden Einfluss gehabt haben.
Die Rückkehr von DRAGONSFIRE gehört definitv zu den lohnendwerten Comebacks der Szene, denn auch wenn „Rebirth Of The Beast“ nicht gerade vor Innovation trieft, so macht die Scheibe aber durchweg Spaß, und das ist letztlich das Entscheidende.
Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- We Ride
- Speak Of War
- Hungry Beast (2025)
- Preacher
- A Portal To Escape
- W.I.T.G.A.G.O.T.O.S. (2025)
- 80’s Boys
- Charge Ahead
- Don’t Live In Fear
- Dragons Never Surrender
- Cider Victims (Bonustrack)
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