Dimmu Borgir – Grand Serpent Rising

© Dimmu Borgir – Grand Serpent Rising

 

Geschrieben von Helgvar Sven Mánfreðson
Band: Dimmu Borgir
Album: Grand Serpent Rising
Genre: Symphonic Black Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 22.05.2026

 

Zu den Norwegern muss man nichts mehr sagen, also widme ich mich gleich dem elften Studioalbum namens Grand Serpent Rising

Tridentium“ eröffnet geigerisch oder mit eine Bratsche bewaffnet traurig und dunkel beseelt. Es wird epischer, die Steigerung erfolgt und ab der Mitte geht dann die Reise vollends mit allen spielerisch los. Dunkler Sprachgesang, eine schwer gespielte Atmosphäre umhüllt vom Vollmond in seiner glanzvollen Pracht und leicht chorale Klänge sind der Beginn dieser hörend gesamten Reise. „Ascent“ teilt seicht für seine Verhältnisse von Anfang aus aber geradlinig, Shagrath ist gesanglich an Bord, dunkler Gesang begleitet ihn, man wechselt im Rhythmus, die 6-Saiter treten hervor und das episch Kreative ist nicht im Urlaub. „As Seen in the Unseen“ verteilt ruhige und akustische Klänge, Atem ist zu vernehmen, das Ganze baut sich auf und Blastbeats, schwere und schwebende Momente und elektronisches bilden das Skelett.

The Qryptfarer“ beginnt leicht und seicht, man baut folgend Druck auf, man geht runter was das Spielerische betrifft, ein Klavier oder ein Piano gesellt sich dazu und so entsteht eine gesamt typisch feine Atmosphäre in dunkler Ummantelung. „Ulvgjeld & blodsodel“ lässt die Hörner von Gondor erklingen, tick tack der Uhr und der Zeit dringen in mein Ohr, schwere Riffs und Klänge ereilen mich, schwer geht man melodisch vorwärts und das gesanglich in der Heimatsprache. Der Gesang wechselt von tief bis tiefer, Sprachgesang erklingt und das fulminant Epische ist hier wunderbar hörbar. „Repository of Divine Transmutation“ trägt wieder den Mantel der Akustik, kommend Schwere vernehme ich, im Gleichschritt geht es gedämpft vorwärts, der Gesang ist tief und schwebendes und viele Klangmomente unterschiedlichster Art umhüllen mich folgend.

Slik minnes en alkymist“ ist der Zweite in der Heimatsprache. Episch wird es von Anfang an, das mittlere und schleppende Tempo ist bestimmend, Sprache, Mehrfach -und Einzelgesang sind vertreten, der Druck ist da und spürbar und alles wird symphonisch und erhaben dargeboten. „Phantom of the Nemesis“ ist druckvoll mit der entsprechend bekannten Magie, aber die Drums sind eher zurückhaltend und kaum vernehmbar, denn das Elektronische überwiegt und ist im Vordergrund. „The Exonerated“ entlädt endlich wieder mal kurzzeitig eine gewisse Aggressivität, hymnisch und spielerisch erneut kreativ gesellt sich dazu und so vergebe ich beide Daumen senkrecht in den Himmel streckend meine Bewertung ab.

Recognizant“ stampft schwer durch seine Zeit und ein erneut schneller Ausbruch an der Schießbude ist hörbar und ansonsten wird dem mystischen dunkel gehuldigt. „At the Precipice of Convergence“ hat wieder alles an Bord, um musikalisch durch einen dunklen Wald im Vollmondlicht begleitet zu werden. „Shadows of a Thousand Perceptions“ haucht mir ein wenig Freddy Krüger ein, es entwickelt sich zu getragener Schwere, die Momente wechseln und so entsteht fast etwas filmisch magisches auf die Ohren. 

Gjǫll“ ist der Letzte im Paket und steht hier deshalb auch einzeln. Geräusche der Nacht werden mit entgegnet, der Schleier der vorhergehenden Atmosphäre begleitet mich auch zum Tor hinaus und weiterhin und komplett instrumental verabschiedet man sich gut nach einer Stunde und zehn.

Von mir gibt es 7,5 von 10 Hellfire Punkten.

 

Tracklist:

1 Tridentium 03:55
2 Ascent 05:21
3 As Seen in the Unseen 06:59
4 The Qryptfarer 04:30
5 Ulvgjeld & blodsodel 05:42
6 Repository of Divine Transmutation 06:33
7 Slik minnes en alkymist 05:38
8 Phantom of the Nemesis 05:07
9 The Exonerated 05:57
10 Recognizant 05:51
11 At the Precipice of Convergence 04:16
12 Shadows of a Thousand Perceptions 05:29
13 Gjǫll 04:00

 

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