Dii Minores – March Of The Fallen

© Dii Minores

Geschrieben von: Klaus S.
Band: Dii Minores
Album: March Of The Fallen
Genre: Heavy Metal
Plattenfirma: Independent
Veröffentlichung: 27.06.2025

Bei DII MINORES handelt es sich um eine schwedische Underground-Metal-Band, die 2003 gegründet wurde und zunächst bis 2006 aktiv blieb. Zwölf Jahre später nahm die Band ihre Arbeit mit zunächst unveränderter Besetzung wieder auf, ehe Anfang 2019 ein neuer Leadgitarrist hinzukam und infolgedessen eine erste 3-Track EP namens „Blood Of The Dead“ veröffentlicht wurde. Knapp sechs Jahre später folgt nunmehr der erste Longplayer „March Of The Fallen“.

Das Ergebnis ist eine Mischung aus traditionellem Metal mit epischen, hier und da fast schon ein wenig doomig anmutenden Zutaten. Die Schweden selbst bieten Vergleiche mit Legenden wie Candlemass, Judas Priest und Queensryche an, wobei mir die aus Seattle stammenden Metaller am ehesten zuzutreffen scheinen, was insbesondere an der Stimme von Frontmann Kenneth Larsson liegt. Beim schleppend verlaufenden „Firedevil“ würden mir bis zu einem gewissen Grad auch Black Sabbath einfallen, während eben jener, nach Ozzy & Co betitelte Song so gar nichts mit der englischen Truppe um den Fürsten der Finsternis zu tun, sondern tendenziell eher klassische Präferenzen bevorzugt.

„March Of The Fallen“ betreibt ein munteres Wechselspiel aus schnelleren Passagen und getragenem Tempo, „At The Edge Of Time“ wiederum ist aufgrund der vielen Veränderungen und Stimmungsschwankungen nur sehr schwer zu greifen, sogar ein paar vereinzelte harsche Vocals schleichen sich ebenso ein wie bei der recht dynamischen Bandhymne „Dii Minores“. Die besten, weil eingängigsten Momente haben die Schweden, wenn sie wie bei Songs der Marke „Gods Of Chaos“ und „Out Of Order“ mehr Dynamik in die Tracks einfließen lassen und traditionellen Pfaden folgen. Aber auch der nach einem Mix aus Queensryche und Nevermore klingende Schlusspunkt „Blood Of The Dead kann sich nicht zuletzt dank der „Ohohoh“ Gesänge wahrlich hören lassen.

Machen wir uns nichts vor, „March Of The Fallen“ ist alles andere als leicht verdauliche Kost, es bedarf meiner Meinung nach einiges an Geduld und zahlreiche Durchläufe, um die Scheibe in Gänze zu erfassen, denn offenkundige Hits wird man auf diesem Album eher nicht finden. Wer aber ein offenes Ohr für alles abseits gewohnter Wege hat, der sollte DII MINORES durchaus eine Chance geben.

Von mir gibt es 7 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. Forest Of The Damned
  2. March Of The Fallen
  3. Firedevil
  4. At The Edge Of Time
  5. Dii Minores (feat. Misstiq)
  6. God Of Chaos
  7. Black Sabbath (feat. Mario Haui Haueis)
  8. Out Of Order (feat. Mikael Eriksson)
  9. Blood Of The Dead

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