
© Dead End Irony
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Dead End Irony
Album: Battles And Brotherhood
Genre: Heavy Metal
Plattenfirma: Invserse Records
Veröffentlichung: 30.05.2025
DEAD END IRONY ist eine 2010 in Imatra, Finnland, gegründete Heavy-Metal-Band, die durch jahrelange harte Arbeit zu einer echten Einheit geworden ist. Wie bei vielen Bands wurden auch hier im Laufe der Zeit einige personelle Veränderungen vorgenommen, wobei der Kern der Gruppe zusammengeblieben ist. Im Jahr 2018 gab es eine erste und bislang einzige Veröffentlichung in Form der EP „Into The Void“. Nun, fünfzehn Jahre nach ihrer Gründung, haben die Finnen endlich ihren ersten Longplayer „Battles And Brotherhood“ an den Start gebracht. Oder getreu dem Band-Motto: „HEAVY METAL IS COMING HOME!“
Der Einstieg mit dem sehr dynamischen „Fight“ macht dann auch schnell klar, was damit gemeint ist: hier wird modern produzierter, klassischer Metal ohne Schnörkel feilgeboten, im Fall von „Fight“ könnte man auch problemlos von einer Hymne sprechen, denn die Hookline geht mühelos in Ohr und Genick über. In Verbindung mit dem leicht rauen Timbre von Sänger Vesa Winberg ließen sich durchaus Vergleiche mit Rage ziehen. „Patton“ geht dann in jeglicher Hinsicht einen Schritt zurück, sowohl in Sachen Tempo als auch mit Blick auf die Harmonien, stattdessen präsentiert die Band hier in Teilen eine stoisch anmutende Rhythmik mit ebensolchen Riffs, wohingegen die Bridge mit feinen Hooks aufwartet.
„King Of Emptiness“ präsentiert sich dann wieder vermehrt als leicht zugänglicher Song, der sich zwischen seinen schnelleren Passagen in den Strophen auch gerne mal ein wenig zurücknimmt. Auch auf „Day Of Reckoning“ bevorzugen DEAD END IRONY ein Wechselspiel aus Vollgas und gesetzteren, melodischeren Momenten, wobei ich dieses Stück aufgrund seines Refrains im direkten Vergleich hauchdünn vorne sehen würde. „Rise Up For The Light“ hält das Tempo hoch und erweist sich als wahre Power Metal Hymne, die bei Live Auftritten vermutlich lauthals mitgesungen und abgefeiert werden dürfte.
„Gone“ hingegen ist ein Midtempo Rocker mit phantastischer Hookline, die sich sofort in den Hirnwindungen festsetzt. „Catch My Soul“ geht sogar noch einen Schritt weiter und verlangsamt nochmals die Energie hin zu einer tollen, völlig Klischee-freien Power-Ballade mit bemerkenswert gefühlvollem Gesang. Zum Abschluss des Albums wird es dann richtig episch, denn die Schluss-Nummer „Razor Gods“ weist eine stattliche Spieldauer von elf Minuten auf. Während etwa die erste Hälfte des Tracks eher beschaulich bis verschleppt verläuft, fahren die Skandinavier in der zweiten Hälfte auch mal die schwereren Geschütze auf, ehe der Song ähnlich entspannt ausklingt wie er begonnen hat.
DEAD END IRONY wollen den Metal nach Hause bringen, und ich finde, das ist ihnen eindrucksvoll gelungen. „Battles And Brotherhood“ bietet alles, was klassischen Edelstahl ausmacht, von daher gibt es von mir verdiente 8,5 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- Fight!
- Patton
- King Of Emptiness
- Day Of Reckoning
- Rise Up For The Light
- Gone
- Catch My Soul
- Razor Gods
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