Das Hellfire Crossfire 10 Jahre später: > W.A.S.P. – Golgotha <

© W.A.S.P.

 

2015! Das Jahr in dem das Hellfire Magazin geboren wurde. Zum 10-jährigen Jubiläum haben wir vom Hellfire unsere Lieblingsalben aus 2015 noch einmal unter die Lupe genommen und stellen diese nun in den nächsten Wochen bis Weihnachten in einer Special Review nach und nach vor. Heute mal ein waschechtes Hellfire – Crossfire zu W.A.S.P.’s 15. Album. Eigentlich wie schon vor zehn Jahren…

 

Band: W.A.S.P.
Album: Golgotha
Genre: Heavy Metal / Hard Rock
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 02.10.2015

 

Hans Dadaniak:

Zu W.A.S.P. habe ich gefunden wie die Jungfrau zum Kind. Meine kleine Schwester kam irgendwann mit dem Album „The Last Command“ nach Hause und, tja und das war’s dann. Seitdem steht die Band um Blackie Lawless auf meinem Radar. Zu meinen Highlights zählten bis dahin „The Headless Children“ und The Crimson Idol“. Dann war erst mal lange Zeit nichts, was mich vom Hocker gerissen hat, bis dann 2009 „Babylon“ erschien. Nun, sechs Jahre nach Babylon (für mich 16 Jahre beim Schreiben dieser Rezession) später endlich wieder ein Album, welches viel verspricht.

Der Auftakt mit „Scream“ ist gelungen. Klassisch im Stil der 80er Jahre hauen die Riffs rein und lassen einen mehr erhoffen. Mit „Last Runaway“ kommt dann schon eine fast typische Mitsingnummer daher. In den gleichen 80er Gefilden bewegt sich dann auch „Shotgun“. Einfach alles richtig gemacht, um das Feeling der 80er wieder aufleben zu lassen, denn schließlich haben die Jungs in diesen Jahren ihre größten Erfolge gefeiert.

Ich liebe dieses zerbrechliche Timbre in seine Stimme. Es darf nicht fehlen. Eine Power-Ballade. „Miss You“ ist dieses Stück. Was wäre W.A.S.P. ohne solche Songs. Solos die einen mitnehmen und dahin schmelzen lassen und der unter die Haut gehende Gesang, einfach Gänsehaut pur. Respekt was der 60-jährige hier abliefert. Auch mit „Fallen Under“ zeigt der Mann keine Schwächen. Einfach nur Power. War „Miss You“ mit seinen 7:42 Minuten schon eine Ohrenweide, geht es noch besser. „Slaves of the New World Order“ ist mit 7:45 der längste Song auf dem Album. Und der hat es in sich. Ein Song, der süchtig macht, Riffs zum Reinknien, ein Spannungsbogen der sich über den ganzen Song ergießt und immer wieder den höchsten Level erreicht.

Ganz wie bisher im W.A.S.P.– Wohlfühlstyle kommt dann „Eyes of My Maker“ daher. Eine Nummer ohne große Höhen und Tiefen. Einfach nur genießen. Das ändert sich jedoch mit „Hero of the World“. Schnelle Riffs, dezent eingesetzte Orgel und ein wenig episch. Ein Song für große Hallen, bzw. Stadien. Doch nun zu Namensgebenden Titelsong. „Golgotha“. Drama, Epik, Gefühle und dazu wieder das zerbrechliche Timbre in Blackie’s Stimme. Was kann es mehr geben? Ein Song der stilistisch an „The Grimson Idol“ erinnert. Der Song entfacht eine Achterbahn der Gefühle. Ein Höhepunkt auf diesem Album und neben „Miss You“ der weitere Anspiel-Tipp.
Mein Album des Jahres 2015.

 

Jörg Schnebele:

Für mich hatten W.A.S.P. spätestens nach „Inside The Electric Circus“ 1986 ihren Reiz verloren. Die hochgelobten Alben „The Headless Children” (1989) und “The Crimsion Idol” (1992) stießen bei mir auf taube Ohren. Ganz zu schweigen all die Alben, die Blackie und Konsorten bis 2009 veröffentlichten. Schlecht waren sie alle nicht, aber für mich auch nicht gut genug, dass sie mir im Gedächtnis geblieben wären. Dann, mit einem Paukenschlag, erschien 2015 „GOLGOTHA“. Ein „Back to the Roots“ Killeralbum, was noch besser war und ist, als das Debüt von 1984; und das soll schon was heißen!

Der unberechenbare Herr Lawless warf mal alles in die Waagschale, was er zu bieten hatte und schuf ein Jahrhundertalbum! Unser viel zu früh verstorbener Kollege Gernot (R.I.P.) attestierte W.A.S.P. zwar gewisse Qualitäten, hielt „GOLGOTHA“ allerdings bei Weitem nicht für DEN Überflieger. Das veranlasste mich, eine „Gegenrezension“ zu verfassen. Ich hatte ein paar Tage zuvor W.A.S.P. live gesehen (übrigens das letzte Konzert, bevor Blackie den Rest der Tour cancelte), bei dem W.A.S.P. die Qualitäten der Platte auch live manifestierten. Ich konnte damals keinen Lieblingssong festmachen, hob aber dennoch die Ballade „Miss You“ hervor: „Dennoch haben es mir die Killerballade „Miss You“ und der Titelsong extrem angetan; wohl, weil ich sie live erlebt habe.“

Mein damaliges Fazit hat auch heute für mich noch Bestand hat: „Für mich ist dieses Output, welche meiner Meinung nach im W.A.S.P. Katalog das Beste seit dem Debüt ist, mit Abstand DIE beste Veröffentlichung 2015“.

 

Tracklist:

01 – Scream
02 – Last Runaway
03 – Shotgun
04 – Miss You
05 – Fallen Under
06 – Slaves of the New World Order
07 – Eyes of My Maker
08 – Hero of the World
09 – Golgotha

 

Weitere Infos:

Bandcamp
Homepage
Instagram
Facebook

 

 

 

Speichere in deinen Favoriten diesen Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.